Startseite
    Hexen Gedichte
    Kerzen und Rituale
    Tarot und andere Karten
    die neue Hexe
    die Alten Hexen
    Kräuterküche
    Wissenswertes
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt

 

http://myblog.de/aisha1

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Kräuterküche

Kräuter


Kräuter spielen in der Magie eine grosse Rolle, da sie meist als Opfergaben in einem Ritual verbrannt werden. Nebst dieser Verwendung unterstreichen sie ein Ritual im aromatechnischen Sinne.

Bei Kräuterzaubern im allgemeinen folgt man den magischen Analogien zwischen den Göttern, Planeten und den korrespondierenden Kräutern: z.B. für ein Liebescharm oder Liebesritual, das der Göttinen Venus und Freya und den Göttern Eros, Amor und Adonis geweiht ist, nimmt man (am besten im Frühling) an einem Freitag (Tag der Freya oder Venus) als Blumen: Rosen und Veilchen, als Kräuter: Jasmin, Rose, Vanille, Pfefferminze und Waldmeister.

Der große Einfluss der Kräuter in Ritualen, ist wohl auf die keltische Vorstellung zurückzuführen, dass jede Pflanze einem Gott geweiht ist. Bei einem Ritualzauber wirken sie unterstützend auf den Wunsch, den man äußert.

Der Verwendung von Kräutern in Ritualen sind keine Grenzen gesetzt. Sie können frisch als Altarschmuck oder getrocknet zur Räucherung und Reinigung eingesetzt werden, oder man kann daraus Tees machen, die man bei dem entsprechenden Ritual trinkt und ebenso den Göttern opfert.

Generell geht man davon aus, dass selbstgezogene Kräuter und Blumen eine grössere magische Kraft haben als gekaufte und schon getrocknete. Dazu braucht man aber mindestens eine Blütensaison der Vorbereitung, ganz abgesehen vom Platz, der vielleicht nicht immer zur Verfügung steht, sei es zum Wachsen oder Trocknen der Pflanzen. Da man aber erst nach und nach merkt welche Kräuter man braucht, kann man auch die gängigen getrockneten Formen in der Drogerie oder im Supermarkt kaufen. Um die persönlich Beziehung zu den Kräutern herzustellen, kann man sie auch vor gebraucht oder während der Verarbeitung im Mörser mit seiner eigenen Energie laden.

Bei der Auswahl kann man aber auch persönliche Vorzüge spielen lassen. Ich persönlich brauche in beinahe jedem Ritual Rosmarin (auch wenn er nicht genau der Analogie des Rituales entspricht), da er meine liebste Pflanze ist und zugleich das Attribut meines geistigen Führers.

Für den Gebrauch der Kräuter in der Räucherung eines Rituals, sollte man die Kräuter in einem Mörser mischen und zu Pulver verarbeiten. Solche Mischungen kann man auch auf Vorrat machen und in einfachen Einmachgläsern mit Aromaverschluss lagern.

N.B. Die Kräuter können auch teilweise durch dieselben Aromaöle ersetzt werden. Zur Räucherung einfach eine Analogiepflanze als Aromaöl beigeben und im Mörser oder anderem feuerfesten Gefäss anzünden.

26.1.07 23:21


Aromatherapie

Ursprünge der Pflanzenheilkunde

Die Ägypter destillierten als erste Pflanzen, um daraus ätherische Öle zu gewinnen. Diese wurden zu Heilzwecken, bei religiösen Zeremonien, zur Körper- und Gesichtspflege sowie als Parfums verwendet.

Bestandteile der ätherischen Öle

Ätherische Öle sind flüchtige, wohlriechende, rein pflanzliche Essenzen, die aus verschiedenen Pflanzenteilen - Blüten, Wurzeln, Schalen, Stengeln, Samen, Pflanzensaft, Nüssen, Blättern oder Rinde - gewonnen werden. Man sollte stets nur Öle aus zuverlässiger Quelle beziehen wie zum Beispiel Naturkostläden, Reformhäuser oder Drogerien. Am besten eigenen sich 100%-ige ätherische Öle.

Anwendungsbereiche ätherischer Öle

Ätherische Öle stimulieren den Geruchssinn, heben die Stimmung und wirken sich positiv auf unser Verhalten und unser geistiges und körperliches Wohlbefinden aus. Daher biten sie sich auch für vielerlei Dinge an. Man kann aus ihnen zum Beispiel Badezusätze, Massageöle, Raumluftverbesserer, Insektenschutzmittel und Haushaltsmittelzusätze herstellen. Ebenso eignen sie sich für kosmetische Behandlungen. Bevor jedoch mit ätherischen Ölen gearbeitet wird, sollte man sich die Grundregeln und Sicherheitshinweise durchlesen.

Grundregeln

Wenn die nachstehenden Grunregeln beachtet werden, kann eigentlich nichts schiefgehen:
  • Am besten ein Buch für die richtigen Dosierungen besorgen.
  • Ätherische Öle sind hochkonzentriert. Immer nur tropfenweise verwenden.
  • Nie mehr als angegeben verwenden. Bei Überdosierung sind manche Öle giftig.
  • Ätherische Öle nie pur auf die Haut auftragen. (siehe auch -> Sicherheitshinweise)
  • Öle niemals einnehmen.
  • Äterische Öle nur zur Behandlung leichterer Beschwerden verwenden.
    Bei anhaltenden Symptomen einen Arzt aufsuchen.
  • Ist ein Spritzer Öl ins Auge gelangt, mit einigen Tropfen reinem Mandelöl
    (nie mit Wasser) auswaschen. Arzt aufsuchen!
  • Öle stets ausser Reichweite vn Kindern aufbewahren.
  • Nach einer Massage möglichst 24 (zumindest 12) Stunden nicht baden oder duschen. Erst dann hat die Haut das Öl vollständig aufgenommen.
  • Bei Massagen Ölmischung nie direkt aus der Glasflasche giessen, da diese aus der öligen Hand gleiten und zerbrechen könnte. Besser in eine Schale geben und Hände eintauchen.
 

Sicherheitshinweise

Ätherische Öle nie pur verwenden

Außer wenn ausdrücklich angegeben, sind ätherische Öle stets mit Wasser oder einem Basisöl zu mischen.

Während der Schwangerschaft

Schwangere sollten vor der Arbeit mit ätherischen Ölen ihren Arzt konsultieren. Folgende Öle meiden:

  • Basilikum
  • Engelwurz
  • Estragon
  • Fenchel
  • Kampfer
  • Lorbeer
  • Majoran
  • Myrrhe
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Schafgarbe
  • Thymian
  • Wacholder
  • Zedernholz
  • Zitronell

Unter Lichteinfluss toxische Öle

Manche Öle können, vor allem unter Sonneneinfluß, zu Hautreizungen führen. Immer nur halb so stark wie andere Öle dosieren (bei Zitrone nur ein Drittel!) und mindestens sechs Stunden nach der Anwendung Sonne meiden:
  • Bergamotte
  • Engelwurz
  • Ingwer
  • Limone
  • Mandarine
  • Orange
  • Zitrone
  • Zitronell
  • (auch Basilikum und Lorbeer können die Haut reizen)


Auswahl

Für Anfänger ist es nicht leicht, aus dem riesigen Angebot von Ölen die richtige Auswahl zu treffen. Es geht nicht nur darum, den passenden Duft zu finden - für Massagen, Inhalationen und Kosmetik braucht man die richtige Essenz. Am Besten man stellt sich eine Liste mit den zehn Ölen zusammen, die einem persönlich am nützlichsten erscheinen, und wählt daraus im Geschäft diejenigen aus, die einem am meisten zusagen.

26.1.07 23:18


  • Basisrezept für Ölbäder


80 ml Olivenöl
10 ml Mulsifan
10 ml ätherische Öle (Mischungen siehe unten)

Dieses Öl von insgesammt 100 ml ist ausreichend für ca. 5-6 Vollbäder. Wer für nur 1 Bad mischen will, der müsste dann in Kleinstmengen das herstellen, was unrentabel wäre, denn die Öle halten ca. 1/4 Jahr. Das bitte bei den Rezepten beachten und nicht die gesamten Menge in ein einziges Vollbad kippen!

Mit dieser Mischung lässt sich jedes beliebige Badeöl herstellen.
Die nachfolgenden Badeölmischungen beziehen sich immer auf die Herstellung von 100 ml Badeöl.

Bei allem Rezepten, die ätherische Öle verwenden, sollte man immer zuerst austesten, ob man allergische Reaktionen gegen irgendeins der Öle hat - dann darf man diese natürlich nicht verweden
 
  • Beruhigungsbad

Bitte unbedingt Basisrezept beachten und dann folgende Öl dazugeben:

5 ml Lavendelöl
5 ml Melissenöl

Dieses Bad hat eine beruhigende Wirkung und ist gut, wenn man unter Einschlafproblemen leidet oder stark unter Stress steht.
 
 
  • Erkältungsbad


Bitte unbedingt Basisrezept beachten und dann folgende Öl dazugeben:

zu gleichen Teilen
- Eukalyptusöl
- Fichtennadelöl
- Thymianöl
- Rosmarinöl
- Pfefferminzöl (damit ist NICHT das JAPANISCHE HEILPFLANZENÖL gemeint!!! Dieses ist viel zu streng für Badezusätze und könnte zu Verbrennungen führen!)

Die durchblutungsfördernde Wirkung dieser ätherischen Öle wärmt die Haut und gleichzeitig wird durch den Duft die Atmung erleichtert. Ein Bad für alle Triefnasen!
 
 
  • Lobelias Hexenbad


Bitte unbedingt Basisrezept beachten und dann folgende Öl dazugeben:

zu gleichen Teilen
- Eukalyptusöl
- Rosmarinöl
- Kampferöl

Diese Mischung ist so warm und besänftigend, dass man unwillkürlich tief durchatmet, die Augen schließt und sich entspannt. Besonders im Winter zu empfehlen, wenn die Haut zuwenig Sonnenlicht abbekommt und daduch empfindlich ist. Es lockert die Muskulatur, befreit die Atemwege und ist ganz einfach mein Lieblingsbad! Wenn dann die Haut leicht anfängt zu kribbeln, sollte man sich kaum abtrocknen, sondern in einen Bademantel hüllen, damit die Öle der Haut erhalten bleiben und ein paar Minuten ausruhen.
 
 
  • Liebesbad


Bitte unbedingt Basisrezept beachten und dann folgende Öl dazugeben:

6 ml Sandelholzöl
3 ml Ylang-Ylang
1 ml Jasminöl

Die aphrodisierende Wirkung von Sandelholz und Ylang-Ylang macht unwiderstehlich :-)
 
 
  • Bad gegen den Trennungsschmerz


Bitte unbedingt Basisrezept beachten und dann folgende Öl dazugeben:

6 ml Muskatellersalbei
2 ml Bergamotte
2 ml Ylang-Ylang

Nach diesem Bad ist der treulose Liebhaber schnell vergessen! Bergamotte stimmuliert unsere Sonnenenergien, ist aufheiternd und aktivierend. Genau das Richtige, um tragische Moment ein bisschen aufzufangen.
 
 
 
 
 
  • Vollmondbad


Bitte unbedingt Basisrezept beachten und dann folgende Öl dazugeben:

4 ml Sandelholz
3 ml Hyazinthe
3 ml Rose

Für berauschende Vollmondnächte. Der Duft ist verlockend und verführerisch.


 Das ultimative Verführungsbad


Bitte unbedingt Basisrezept beachten und dann folgende Öl dazugeben:

2 ml schwarzer Pfeffer
6 ml Muskatellersalbei
2 ml Jasim

Mit diesen Zutaten müßte eigentlich jede Verführung gelingen ... das Problem könnte allenfalls darin bestehen, wie krieg ich die/den Angebetete(n) überhaupt erst in die Badewanne? :-)
 

Badeöl für die Seele

Dieses Rezept wurde mir von Susanna geschickt, wofür ich mich hier bei ihr herzlich bedanken möchte!!!

Dieses Badeöl ist unheimlich entspannend und öffnet die Sinne. Als Basis nehme man eine Mischung (aus gleichen Teilen oder wie es einem gefällt - ich selbst bin halt ein Anhänger von preiswertem Olivenöl :-) von

- Mandelöl und
- Olivenöl
- und dann noch ein wenig Johanniskrautöl aus eigener Herstellung dazugeben

Zu gleichen Teilen dann die ätherischen Öle

- Sandelholz
- Benzoe Siam
sowie 1/2 Teil Jasmin
und ein 1/4 Teil Bergamotte

Benzoe Siam kann auch gegen das Chei-white-Öl (erhältlich in Hobbythekläden) ausgetauscht werden.
Dieses Badeöl ist gut gegen Schlafstörungen und Verspannungen seelischer Art.
Ohne Emulgator kann es auch sehr gut als Massageöl verwendet werden. Als Badeöl würde ich persönlich noch Mulsifan (oder einen anderen Emulgator) dazugeben, damit es sich im Wasser lösen kann.
 

Herstellung von Salben


Dazu müssen wir jetzt die Hexenkessel aber richtig anfeuern, denn hier kommen wir nicht ohne Köchelei auf dem Herd aus.
Die Ringelblumensalbe ist meine Lieblingssalbe und ich stelle sie in zwei verschiedenen Qualitäten her. Für die einfacherer Qualität nehme ich als Salbenbasis Melkfett. Dafür besorge ich mir das absolut von Duft- und Zusatzstoffen freie, original Schweizer Melkfett. Dennoch ist Melkfett letztendlich (genauso wie auch Vaseline) ein Abfallprodukt der Erdölgewinnung. Und diese Salbenbasis ist deshalb auch eher für die einfache Hautpflege geeignet. (Pflege von rauher Haut an Ellenbogen oder Füßen etc.). Das Melkfett kann auch durch Schweinefett ersetzt werden. Für die spezielle Anwendung bei Verletzungen oder Hauterkrankungen stelle ich eine Salbe auf Olivenölbasis her. Kühl und dunkel aufbewahrt sind die Salben alle ca. ein Jahr haltbar.
 

Ringelblumensalbe

 
500 g Melkfett
2 gehäufte Doppelhände Ringelblumen
Das Melkfett wird so erhitzt, als ob man ein Schnitzel braten wollte. In dieses heiße Fett gibt man die kleingeschnittenen Ringelblumenblüten (eventuell auch Blätter, wenn man nicht genug Blüten hat). Man läßt das Fett aufschäumen (deshalb einen hohen Topf verwenden!) und zieht es dann vom Herd. Zugedeckt läßt man alles einen Tag stehen. Am nächsten Tag erwärmt man das Fett leicht und filtert es durch ein Leinentuch in vorbereitete saubere Cremetigel.
 
Ringelblumensalbe - beste Qualität


250 ml Olivenöl
50 g Bienenwachs
50 g Sheabutter oder Kakaubutter (oder auch gemischt)
5 Tr. Vitamin E-Acetat

2 Hände voll Ringelblumenblüten, kleingehackt

Diese Zutaten werden in einem Behälter ins Wasserbad gestellt und bei 70°C vorsichtig im Wasserbad aufgeschmolzen. Das Vitamin E-Acetat wird erst in der Abkühlphase dazugegeben. (Es verhindert, dass das Öl ranzig wird). Die fertige Fettphase wird in einem Topf erhitzt, die Ringelblumen werden dazugegeben. Nach dem Aufschäumen vom Herd ziehen. Einen Tag stehen lassen und dann wie bei dem ersten Rezept, das Fett wieder erwärmen, durch ein Leinentuch filtern und in Cremedosen füllen.
 
Johanniskrautsalbe

Die Salbe hat gegenüber dem Johanniskrautöl den Vorteil, dass sie leichter aufgetragen werden kann und auch besser einzieht in die Haut, was besonders im Bereich der Gesichtspflege von Vorteil ist.

40 ml Johanniskrautöl
4 g Bienenwachs (schwer abzuwiegen, wenn man keine Briefwaage hat - ca. 1/2 Teelöffel)
evtl. einige Tr. Bergamotteöl

in ein Becherglas (man kann ruhig ein Marmeladeglas nehmen, normalerweise halten die diese Temperaturen aus - sauber sollte es allerdings schon sein!) geben und 10 Min. im Wasserbad bei 70°C erwärmen. Wenn das Bienenwachs vollkommen aufgeschmolzen ist, das Ganze abkühlen lassen. In der Abkühlphase können einige Tr. Bergamotteöl dazugegeben werden. Das verleiht der Creme einen angenehm balsamisch-frischen Duft. Nach ca. 10 Minuten Abkühlung in Cremetigel abfüllen.
 

Erkältungsbalsam

Einfach, schnell und preiswert läßt sich ein Erkältungsbalsam herstellen, das für Kinder genauso geeignet ist, wie für Erwachsene. Es wird auf Brust und Rücken eingerieben und erleichtert das Durchatmen bei Atemwegserkrankungen.
20 g Olivenöl
4 g Sheabutter oder Kakaubutter
4 g Bienenwachs
1 Tr. Vitamin E-Acetat
2,5ml ätherische Öle
Eukalyptus, Fichtennandel, Thymian, Rosmarin, Salbei, Estragon

Öl, Sheabutter und Bienenwachs im Wasserbad bei 70°C aufschmelzen. In der Abkühlphase die ätherischen Öle und das Vitamin E-Acetat zugeben. Danach in einen Cremetigel füllen. Kühl und dunkel aufbewahrt, ist auch diese Salbe ca. ein Jahr haltbar.
 

Kamillensalbe

Kamillensalbe ist wie die Ringelblumensalbe eine Creme, die sich sehr gut für rauhe, spröde und rissige Haut eignet. Auch zur schnelleren Wundheilung ist sie hilfreich. Sie läßt sich genauso herstelle wie die Ringelblumensalbe. Und man kann sie sowohl in der einfacheren Qualität herstellen, als auch in der besseren.
 

Odermennigesalbe

Diese Salbe ist besonders bei Gliederschmerzen, Prellungen und Blutergüssen als Umschlag zu empfehlen. Zur Salbenbereitung werden die frischen oder getrockneten Blätter verrieben und mit Schweineschmalz, das leicht aufgeschmolzen wird, verrührt.
 

Einreibungen und Öle


Johanniskrautöl
 
Das Johanniskrautöl ist das Hexenmittel schlechthin. Hexen schneiden das blühende Kraut mitsamt dem Stiel in der Johannisnacht (24. Juni). Die vorsichtig abgezupften Blüten gibt man in eine Flasche mit breiter Öffnung und gibt die dreifache Menge Olivenöl darüber. Gut verschlossen wird die Flasche für ca. 7 Wochen an einen warmen und sonnigen Platz gestellt. Alle 2 - 3 Tage sollte die Flasche vorsichtig geschüttelt werden. Langsam färbt sich das Öl dann rot. Sobald der Mazerationsprozess abgeschlossen ist, gießt man den Inhalt durch ein dünnes Leinentuch und presst die Pflanzen gut aus. Das fertige Johanniskrautöl wird in dunkle Flaschen gefüllt und dunkel aufbewahrt. Seine Heilkraft hält bis zu 2 Jahre an,

Johanniskrautöl ist hilfreich bei kleinen Wunden, bei Blasen und Frostbeulen, als Einreibung bei Muskelverletzungen und Blutergüssen, als Massageöl bei Rücken- und Gliederschmerzen. Es kann auch sehr gut als Hautpflegemittel bei rauher und unreiner, entzündungsbereiter Haut eingesetzt werden. Es hat hornhautaufweichende Wirkung. Auch in der Babypflege kann man es anstelle der herkömmlichen Babyöle verwenden.

Lavendelöl


 
Dieses Öl ist nicht nur hilfreich, sondern hat auch gleichzeitig noch einen wunderschönen Duft. Deshalb ist bei Lavendelöl ausnahmsweise Olivenöl nicht das Basisöl der ersten Wahl, da dieses den zarten Lavendelduft etwas erschlägt. Gut geeignet zur Herstellung von Lavendelöl ist Mandelöl oder Distel- und Sonnenblumenöl. Die Lavendelblüten werden in eine helle Glasflasche gezupft. Ein Drittel Blüten und zwei Drittel Öl werden an einem warmen und sonnigen Ort stehen gelassen. Alle paar Tage einmal vorsichtig umschütteln und nach 6 bis 8 Wochen durch ein Leinentuch filtriert. Lavendelöl hat eine kühlende Wirkung und ist deshalb bei leichten Verbrennungen ebenso geeignet wie zu Nachbehandlung bei einem Sonnenbrand. Bei Kopfschmerzen ist es hilfreich, wenn es auf Stirn und Schläfen gerieben wird.
 
Massageöl

Grundrezept:
100 ml Pflanzenöl (z.B. Olivenöl oder Mandelöl)
5 Tr. Fluidlecithin Super
2,5 ml ätherische öle

Die Zusammensetzung der ätherischen Öle kann je nach dem persönlichem Geschmack oder dem Beschwerdebild variiert werden. Das Fluidleciiithin Super kann auch weggelassen werden, es hat nur den Vorteil, dass sich das Öl leichter von der Haut abspülen lässt.
 

Saft und Sirup gegen Erkältungen

Holundersaft

 
Der Holundersaft ist ein einfaches, dennoch aber sehr wirksames Hausmittel bei Erkältungskrankheiten.
Zubereitung:
Holunderdolden mit reifen Beeren werden im Dampfentsafter entsaftet. Danach in heiß ausgespülte Flaschen gefüllt, mit einem Gummipfropfen verschlossen - und fertig!
Bei Bedarf wird eine kleine Portion davon entnommen und erwärmt. Eventuell mit etwas Honig gesüßt und heiß getrunken. Dies ist ein sehr vitaminreicher Erkältungssaft, der auch von Kindern gerne getrunken wird.
 

Hustenmarmelade

Eine andere Möglichkeit die Heilkraft des Holunders zu nutzen, ist es ihn in Form von Marmelade zu verabreichen. Dazu stelle ich hier das Rerezpt von Robert Locksley vor, für dessen Übersendung ich mich herzlich bedanke!

Holunderbeeren
Gelierzucker
Die roten, von den Stielen gestreiften, Holunderbeeren werden in wenig Wasser etwa 15 Minuten gekocht. Man streicht nun alles durch ein Sieb und vermischt diese Menge mit der gleichen Menge Gelierzucker. Nochmals 5 Minuten sprudelnd aufkochen und auf kleiner Flamme noch einige Zeit weiter köcheln lassen bis die Gelierprobe gelingt. Dann in dekorative Gläser füllen.

Diese Hustenmarmelade nimmt man bei Erkältung und Bronchitis. Selbst hartnäckiger Husten verschwindet damit in kurzer Zeit. Man kann diese Marmelade auch in Milch geben und mit kleinen Schlucken trinken.
 


Spitzwegerichsirup

 
Das Ansetzen dieses Sirups beginnt im August. Wir schichten in ein großes (gut verschließbares Glas) ca. 2 cm Spitzwegerichblätter, die wir vorher kleingeschnitten haben. Dann geben wir Rohrzucker darüber, bis die Blätter damit bedeckt sind. Die Blätter und der Zucker setzen sich. Am nächsten Tag wiederholen wir diese Schichtung. Und jeden Tag noch eine Lage bis das Glas voll ist. Dann wird das Glas gut verschlossen und in der Erde vergraben. Einen halben Meter tief sollte das Erdloch schon sein. Und das hat jetzt nichts mit Magie zu tun, sondern mit der gleichbleibenden Temperatur, die der Gärungsprozess braucht. Nach 2 Monaten holen wir das Glas aus der Erde und kochen den Inhalt bei 70° noch einmal auf, damit er steril ist. Dann filtrieren wir den Sirup durch ein Leinentuch und füllen ihn in dunkle Flaschen.
Dies ist ein wunderbarer Hustensirup und wird auch von Kindern gerne getrunken. Der Saft ist ca. ein Jahr haltbar.
 

Löwenzahnhonig

2 gehäufte Tassen Löwenzahnblüten
1 l Wasser
1500 g Rohrzucker
1 unbehandelte Zitrone
1 unbehandelte Orange
Die Blüten in dem Wasser kurz aufkochen, den Rohrzucker und die in Scheiben geschnittene Orange und Zitrone dazugeben. Auf kleiner Flamme köcheln lassen bis alles auf Honigdicke eingekocht ist.
Damit kann die ideale Entschlackungskur im Frühjahr gemacht werden. Vor jeder Mahlzeit sollten 1 - 2 Löffel davon genommen werden.
 

Fichtennadelsirup

2 Doppelhände frischer Fichtennadeltriebe
1 l Wasser
1 kg Rohrzucker
1 unbehandelte Zitrone

Die Fichtennadeltriebe mit dem Wasser kurz aufkochen. Über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag den Sud durch ein Sieb gießen und gut ausdrücken.
Den Rohrzucker und die in Scheiben geschnittene Zitrone dazugeben.
Alles auf kleiner Flamme sirupartig einköcheln lassen.

Achtung: Einen großen Tropf verwenden, da der Sirup beim Kochen stark schäumt!!

Dieser Sirup ist gut geeignet bei Erkältungen und Husten. Täglich 3 x 2 Teel. davon einnehmen.
 

Marians blessing

Dieses Rezept kommt aus England und wurde mir ebenfalls von Robert Locksley zugeschickt. Dieser Erkältungstrunk hilft, den bösen Viren ein Schnippchen zu schlagen.

Man köchelt eine große Tasse Wasser mit 1/2 Tl. Zimt und 2-3 Gewürznelken ca. 2-3 Min. gerade mal so vor sich hin, abseihen, mit Honig oder Kandis süssen, 2-3 Tassen täglich und die Viren haben es sehr schwer.
 

Elixiere und Tinkturen

Baldriantinktur

Beim Baldrian werden die Wurzeln verwendet. Die getrockneten Wurzeln werden kleingeschnitten. Auf 20 g Wurzeln nimmt man 100 ml 70%igen Alkohol.

Über das Sammeln, Trocknen und die Verwertung von Kräutern

Goldene Regel beim Sammeln

Diese Regel lautet: Nimm immer nur so viele Kräuter, wie du auch wirklich brauchst.
Eine gute Kräuterhexe wird natürlich darauf achten, dass sie nicht unnötig viele Kräuter sammelt und dass sie beim Sammeln nicht andere Pflanzen niedertrampelt. Auch werden wir niemals alle Pflanzen an einer Stelle sammeln. Denn wir wollen ja im nächsten Jahr wiederkommen und auch dann wieder unsere Kräuter dort vorfinden.
 

Kräuter richtig trocknen



Damit die frischen und duftenden Kräuter auch richtig trocknen, werden sie in kleinen Bündeln aufgehängt. Am besten ist dazu ein schattiger, trockener Ort geeignet, der auch eine gute Luftzirkulation hat. Ich hänge sie im Sommer auf meiner überdachten Terrasse auf. Sie sind gleichzeitig ein schöner Schmuck, wenn sie da in Bündeln hängen. Man sollte sie aber nicht zu lange hängen lassen, damit sie von ihrem Aroma nicht zuviel verlieren. Bevor sie dann weiterverarbeitet werden sollten sie aber unbedingt noch einmal in einer Kräuterdarre nachgetrocknet werden. Sonst kann es leicht passieren, dass sie schimmeln und verfaulen. Anstelle der Darre benutze ich meinen Heißluftbackofen, den ich bei offener Tür mit 50°C warmer Umluft beheize. Ein Backofen ohne Umluft ist nicht so gut geeignet. Auf alle Fälle sollte aber immer die Backofentür offen bleiben.
Meistens reichen 10 bis 15 Minuten aus, wenn sie ordentlich vorgetrocknet wurden. Das Kraut ist wirklich trocken, wenn es richtig knistert und raschelt beim Abrebeln der Blätter und Blüten. Das ist dann die nächste Arbeit. Die nun trockenen Kräuter müssen dann von ihren Stengeln gerebelt werden. Das mache ich dann gleich auf den Backblechen aus meinem Herd - und bevorzugt auch auf der Terrasse, da es doch einige Schweinerei macht, wenn die Kräuter so weiterverarbeitet werden. Wenn sie dann von allen Stengeln befreit sind, dann reibe ich sie noch einmal mit zwischen den Fingern fein. Erst dann werden sie in Blechdosen oder dunkle Gläser gefüllt.
Kräuter sollten immer dunkel aufbewahrt werden, damit sie ihre Farbe und ihre Wirkstoffe besser behalten. Allerdings kann man sich trotzdem mit normalen Gelee-Gläsern behelfen, wenn man diese dann in einen verschlossenen Schrank stellt.
 

Kräuterteezubereitung


Um aus den verschiedenen Kräutern dann einen wohlschmeckenden und hilfreichen Tee zu bereiten, geht man am besten so vor:
Bei den meisten Kräutern reicht ein gehäufter Teelöffel Kraut pro Tasse aus. Dieses wird mit kochendem Wasser überbrüht und muss anschließend 8 bis 10 Minuten ziehen. Dann wird er abgegossen und eventuell mit Honig gesüßt.

Eigentlich alle Kräuter können als einzelne Teezubereitung getrunken werden. Aber oftmals bieten sich auch Mischungen an. Zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden oder Nieren-Blasenentzündungen eignen sich entsprechende Teemischungen, die man sich dann nach dem Beschwerdebild oder nach dem eigenen Geschmack mixen kann.
 

Rezepte mit Teebaumöl

Allgemeines

Teebäume wachsen im Buschland Australiens (einige Arten auch in Südostasien und in Indien). Seinen Namen hat der Baum von dem englischen Seefahrer und Entdecker James Cook. Angeblich hat dieser, als er nicht unweit vom heutigen Sydney landete, sich als erstes einen Tee aus den Blättern dieses Baumes aufgebrüht, da ihm die Vorräte an echtem Tee ausgegangen waren. Was ja für einen Briten die größte Folter gewesen sein muss:-) Offensichtlich muss ihm dieser Tee geschmeckt haben, denn fortan nannte er diesen Baum Tea Tree, also Teebaum. Mit dem echten Teestrauch hat dieser Baum natürlich nichts zu tun. Die Australier nennen ihn auch "snow in summer", weil er flauschig weiße Blüten hat, was fast wie Schnee aussieht.

Die Aborigines kannten und nutzten die Heilkraft der Teebaumblätter vermutlich schon seit Jahrtausenden. Sie bereiteten daraus Aufgüsse und Umschläge. Genauso wie heute war seine Heilkraft bei Entzündungen, Hautpilzen, Insektenstichen und zur Wundbehandlung bekannt.

Teebaumöl ist ein Heilmittel für ganz viele Bereiche und sollte deshalb in keiner alternativen Hausapotheke fehlen.

Tebaumöl

- desinfiziert, zur Wundbehandlung also bestens geeignet.
- tötet Keime verschiedener Art (Bakterien, Viren, Pilze)
- ist entzündungshemmend
- schmerzstillend
- stärkt insgesamt das Immunsystem
- besitzt eine gute Hautverträglichkeit und ist ungiftig
- ist geeignet als Abschreckung für Insekten

Beim Kauf von Teebaumöl sollten wir genauso wie beim Kauf ätherischer Öle auf die Qualität achten. Es ist sehr, sehr lange haltbar und auch sehr ergiebig. Es lohnt sich also schon, ein gutes Öl anzuschaffen. Es sollte immer in dunklen Glasflaschen gelagert werden.

Natürlich gibt es auch Menschen, die auf Teebaumöl allergisch reagieren. Wenn es noch nie benutzt wurde und man zu Allergien neigt, sollte man einen kleinen Test machen:
Einige Tropfen auf dem Handrücken verreiben und eine Stunde einwirken lassen. Falls es zu einer Rötung der Hautstelle kommt, sollte man sehr vorsichtig mit der Benutzung des Öls sein.
 

Anwendung in der Duftlampe

Hier folgen einige Rezepte, die eigentlich in das Thema Aromatherapie gehören, ich habe sie aber hier speziell unter den Anwendungsformen des Teebaumöles aufgeführt.

Zur Reinigung der Luft

5 Tr. Teebaumöl
3 Tr. Myrtenöl
3 Tr. Lemonö

Zur Abschreckung von Mücken

Teebaumöl
Citronella
Zedernöl
zu gleichen Teilen

Zur allgemeinen Belebung

5 Tr. Teebaumöl
3 Tr. Lemongrasöl
5 Tr. Rosmarinöl


Anwendung bei der Haarpflege

Ein paar Tropfen Teebaumöl in unser normales Shampoo gegeben, kann wahre Wunder wirken.
Auf einen Teelöffel mildes Shampoo geben wir 2 bis 3 Tropfen Teebaumöl.
Trockenes Haar wird dadurch geschmeidiger, fettiges wird besonders gründlich gereinigt.
Als letzter Spülgang für die Haare wird diese Wirkung noch unterstrichen. Wir geben 3 Tropfen Teebaumöl auf 2 Eßlöffel Obstessig und spülen damit unsere Haare zuletzt aus.
 
Anwendung bei der Hautpflege

Teebaumöl kann sehr gut einem normalen Körperpflegeöl beigemischt werden. Abreibungen und Massagen entspannen die Haut, sind förderlich bei kleinen Wunden.
Sehr gut kann Teebaumöl auch während der Schwangerschaft und zur Babypflege eingesetzt werden.
In der Schwangerschaft kann man sich ein gutes Massageöl gegen Schwangerschaftsstreifen mischen, wenn man den handelsüblichen Ölen einige Tropfen Teebaumöl beimischt. Und auch die Babyöle können damit angereichert werden, damit unser Baby erst gar keinen wunden Po bekommt - oder aber auch als Heilöl, wenn es doch mal passiert ist.

26.1.07 21:11


Liebes- und Sympathiezauber
Alraune, Adamswurzel, Aloe, Apfelblüten, Baldrian, Basilikum, Dillsamen, Drachenblut, Eisenkraut, Engelwurz, Erdbeere, Erle, Eschenblätter, Fenschelsamen, Fingerkraut, Frauenhaarfarn, Gänseblümchen, Gewürznelke, Hanfsamen, Hibiskus, Himbeere, Hyazinthe, Immergrün, Ingwer, Jasmin, Kardamom, Lavendel, Limone, Linde, Lorbeer, Lotus, Madragora, Magnolie, Majoran, Mandel, Melisse, Minze, Mistel, Myrrhe, Myrte, Orangenblüten, Orchidee, Patchouli, Rose, Rosmarin, Salbei, Schlüsselblume, Süßholz, Thymian, Vanille, Veilchen, Verbenawurzel, Ylang-Ylang, Zimt, Zitrone
Musenzauber für Kreativität
Jasmin, Lorbeer, Lavendel, Mandelblüten, Muskatblüten, Myrrhe, Rose, Zimt
Heilungszauber
Eisenkraut, Eukalyptus, Gartennelke, Gardenie, Koriander, Lorbeer, Narzisse, Pfefferminze, Rose, Rosskastanie, Thymian, Wintergrün, Zitrone
Bann- und Schutzzauber
Andorn, Angelika, Anis, Baldrian, Basilikum, Benzoe, Bergamotte, Blutwurz, Brennessel, Eberesche, Engelwurz, Eisenkraut, Erika, Eukalyptus, Fenchelsamen, Fingerhut (Vorsicht nicht schlucken - giftig), Flieder, Gardenie, Gewürznelken, Himbeere, Holunder,Hufflatich, Immergrün, Iris, Irisches Moos, Johanniskraut, Lorbeerblätter, Lavendel, Kava-Kava, Knoblauch, Kümmelsamen, Maiglöckchen, Majoran, Ringelblume, Rosmarin, Salbei, Sandelholz, Salomonsiegel, Schafgarbe, Schwarzwurz, vierblättriger Klee, Vogelknötterich, Waldmeister, Wacholderbeeren, Wermut, Zypresse, (Pfeffer und Salz)
Mondmagie
Anis, Beifuß, Gänsefuß, Hundsrose, Ingwer, Iris, Jasmin, Kohl, Kopfsalat, Liguster, Mondkorn, Muskatellersalbei, Perlenklee, weisse Rosen, Schilf, Schlafmohn, Schwertlilienwurzel, Seerose, Seetang, Sesam, Steinkraut, Wasserkresse, Wassermoose, Wintergrün
Feen, Elfen und Waldgeisterzauber
Alant (Elfenkraut), Fichtenspargel (Feenrauch), Fingerhut (Feenfinger, Feenhandschuh), Gänseblümchen, Greiskraut (Feenpferd), Jakobskraut, Sauerklee, Weisser Feldklee
Brechen von Zauber und Flüchen
Absinth, Alraunenwurzel, Angelika, Anissamen, Baldrian, Basilikum, Beifuss, Benzoe, Berglorbeer, Besenginster, Blutwurz, Currypulver, Dill, Drachenblut, Eisenkraut, Enzian, Erle, Eschenblätter, Fenchel, Fieberwurzel, Flachs, Flieder, Fünffingerkraut, Galgant, Gartenraute, Gewürznelken, Heidelbeere, Heilziest, Hyazinthe, Ingwer, Johanniskraut, Klee, Lotusblume, Mistel, Majoran, Nessel, Odermennig, Pfingstrosenwurzel, Pinie, Ringelblumen, Salbei, Schlehe, Sternwurzel, Vetiveria, Waldmeister, Weihrauch, Wermut, Ysop
Traummagie
Alraunenwurzel, Anis, Beifuss, Efeu, Eisenkraut, Gänseblümchen, Hopfen, Johanniskraut, Kampfer, Mistel, Odermennig, Pfefferminze, Ringelblume, Rose, Schafgarbe, Stechpalme, Wermut, Zimt, Zwiebel
Spiritueller Reinigungszauber
Alant, Anis, Baldrian, Eisenkraut, Fenchelsamen, Gewürznelken, Ginseng, Kamille, Knoblauch, Lavendel, Myrrhe, Nelkenwurz, Rosmarin, Salbei, Weihrauch, Zitrone (Salz)
Zauber für Willenskraft
Anemone, Basilikum, Distel, Eichenblätter, Estragon, Rettich, Wermut, Wacholder, Zwiebel
Flugsalbe
5 Teile Beifuß; 2 Teile Petersilie; 1 Teil Katzenminze; 1 Teil Knabenkraut; 3 Tropfen Jasminöl und eine Prise Baldrianwurzel (mit einer geruchlosen, fettfreien Körperlotion mischen und den ganzen Körper einreiben). Bitte nur in ebenmässigem Gelände, ohne Bäume und ohne Steine ausprobieren. *ggg*
 

Vorsicht!

Giftige Wurzeln sind:

Alraune ist gefährlich, daher beim sammeln Ohrstöpsel verwenden und sich beim Ausreissen von der Pflanze wegdrehen (man sagt ihre Schreie können ihren Sammler wahnsinnig machen), ansonsten wirkt Alraun oder Mandragora bewusstseinsverändernd, wenn es eingenommen wird...
Eisenhut ist eine stark halluzinogen wirkende Pflanze, die man vor allem auch in Flugsalben verwendet (entkrampfend, schmerzlindernd, hypnotisch)
Fingerhut (auch Digitalis), nicht essen, da er direkt auf die Herztätigkeit wirkt, auch nicht zu Tee weiterverarbeiten. Aus Digitalis werden die meisten Herzmedikamente hergestellt. Nicht einatmen!
Nieswurz verursacht als Rauch Unruhe und Panik (also bitte nur als Altarschmuck verwenden!). Wird auch in Flugsalben und zum Exorzismus gebraucht
Schlafmohn wirkt betäubend, da er Morphin enthält
Stechapfel (auch Datura) wird in Flugsalben und Liebestränken verwendet, wirkt krampflÖsend.
Tollkirsche (Belladonna) wirkt stark halluzinogen. Durch ihre luststeigernde Wirkung benötigt man sie ebenso für Flugsalben und Liebeselexiere. Wirkt beruhigend, entkrampfend, schmerzlindernd.

26.1.07 21:06


schmöre Bröt

 


Holundercremerolle

Bei dieser gefüllten Biskuitrolle können wir wieder unser Holundersirup (Rezept siehe weiter oben!) zum Einsatz bringen - oder es eben auch hier fertig kaufen.

Biskuit:
4 Eier
100 g Zucker
1 Vanillezucker
25 g Puderzucker
75 g Mehl
1/2 TL Backpulver
Zucker zum Ausrollen

Füllung:
300 g Vollmilchjoghurt
1/8 l Holundersirup
8 Blatt weiße Gelantine
200 g Schlagsahne

Teig:
Eier Trennen. Eigelb mit Zucker und Vanillezucker weißcremig schlagen. Eiweiß mit Puderzucker steif schlagen und zu der Eigelbmasse geben.
Mehl und Backpulver mischen und auf das Eiweiß sieben. Mit dem Schneebesen alles vorsichtig unterheben.
Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und im vorgeheizten Backofen (200° C, Umfluft 170° C) 15 - 20 Minuten backen.
Den Teig auf ein gezuckertes Handtuch stürzen, das Backpapier abziehen und die Teigplatte aufrollen.

Füllung:
Joghurt und Holundersirup mischen. Gelantine in kaltem Wasser einweichen und ausdrücken. Zusammen mit 2 Eßlöffeln Wasser in einem kleinen Topf bei milder Hitze auflösen. Dann unter die Joghurtmasse geben und kalt stellen.
Wenn diese Masse fest wird, die steifgeschlagene Sahne unterheben.
Biskuitrolle auseinander rollen und mit der Creme bestreichen, wieder aufrollen und im Kühlschrank fest werden lassen. Die fertige Biskuitrolle vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.


Rezepte für Halloween



Kürbissuppe

- Fruchtfleisch eines (mittelgroßen) Kürbisses
- 150 g Butter
- 1 bis 1 1/2 Liter Gemüsebrühe (bevorzugt auch hier: "Würzl von Bruno Fischer"
- 1 Becher Schmand (es geht auch Saure Sahne oder Creme Fraîche, auch süße Sahne)
- Salz, Pfeffer, Koriander, Ingwer
- 4 Scheiben Toastbrot oder auch Bauernbrot
- 1 handvoll Kürbiskerne

Diese Suppe ist die Halloween-Suppe schlechthin. Der Kürbis wird natürlich fachgerecht ausgehöhlt, mit Augen, Nase und Zähnen versehen und beleuchtet ins Fenster gestellt! Mit dieser Suppe kann man jede Halloweenparty einleiten oder aber auch ein Abendessen im Kreise der Familie gestalten.

Aus dem Fruchtfleisch und den Kürbiskernen machen wir dann diese wirklich sehr leckere Suppe, die wunderbar zu Halloween passt. Selbst meine Kinder lieben diese Suppe!!

Das ausgehöhlte Fruchtfleisch wird kleingeschnitten und in der zerlassenen Butter angedünstet. Dann mit der Gemüsebrühe aufgießen und das Ganze ca. 20 Minuten köcheln lassen. Bei der Gemüsebrühe ist "Würzl" mein Favorit, weil die Suppe damit in ihrer gelben Farbe besonders schön unterstrichen wird.

Jetzt wird das Kürbisfleisch mit dem Pürierstab fein püriert, der Schmand wird dazugegeben und die Gewürze. Korriander und Ingwer geben ein sehr gutes Aroma! Man kann auch eine Prise Muskat dazugeben, wenn man ihn mag.

In einer Pfanne wird etwas Butter zerlassen und das Toastbrot oder auch das Bauernbrot (nach Geschmack, dass eine ist vornehmer, das andere rustikaler) wird in der Butter angeröstet. Dann gibt man noch eine gute handvoll Kürbiskerne dazu. Dazu nimmt man natürlich die aus dem Kürbis!! Es ist allerdings von Vorteil, wenn man eine Großmutter im Haus hat, die noch keine Gicht in den Fingern hat und die Arbeit übernimmt, die Kürbiskerne aus der Schale zu pellen :-). Die Kürbiskerne dann ebenfalls zu dem Brot geben und anrösten.

Die Suppe in Teller oder Tassen geben und das geröstete Brot mit den Kürbiskernen darüber geben!

Nach dieser Suppe können die kleinen Monster dann losziehen und die Gegend unsicher machen :-)




Kürbis-Kartoffel-Salat

Da ein Kürbis ja meist sehr groß ist und man nicht immer nur Kürbissuppe essen kann, habe ich im letzten Jahr dieses Kürbis-Kartoffelsalat ausprobiert - sehr gut für die Halloweenparty geeignet:

1 kg Krübisfleisch, kurz weichgekocht und in Scheiben geschnitten
1 kg Kartoffeln, gekocht und in Scheiben geschnitten
1-2 Stange Lauch in feine Ringe geschnitten
1 Tasse heiße Gemüsebrühe
1 Handvoll Kürbiskerne
1 Handvoll Kräuter (Petersilie, Schnittlauch - was vorhanden ist)
1 Becher saure Sahne
1 Becher süße Sahne
Salz, Pfeffer

Kartoffeln (festkochende) kochen, so dass sie nicht zu weich sind und sich gut schneiden lassen.
Kürbisfleisch vor dem Kochen in Scheiben oder kleine Würfel schneiden und ca. 10 Min. kochen
Kartofflen nach dem Abkühlen in Scheiben schneiden
Abgekühltes Kürbisfleisch dazugeben
Den feingeschnittenen Lauch dazugeben
Pfeffer und Salz über das Ganze
Jetzt eine Tasse heiße Gemüsebrühe darüber gießen und unterrühren
Etwas abkühlen lassen, dann die saußre und die Süße Sahne dazugeben und unterrühren
Am Schluß die Kräuter und die Kürbiskerne leicht unterheben





Spaghetti Kürbis

1 Spaghetti Kürbis (die heißen wirklich so!) Es sind kleine zucchiniartige gelb-grüne Kürbisse, die einen nussigen Geschmack haben.

500 g Spaghetti
1 gr. Dose geschälte Tomaten
1 Zwiebel
Olivenöl, Zucker, Essig, Salz, Tomatenmark
250 g geriebenen Gouda

Den Spaghetti Kürbis (komplett mit der Schale!) in einem Topf mit Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Kochzeit gut 30 Minuten!

In der Zwischenzeit die Tomatensoße zubereiten:
1 kleingehackte Zwiebel in Ölivenöl glasig dünsten, dann mit den Tomaten (die man vorher zerkleinert hat) aufgießen. 2 Eßl. Tomatenmark dazugeben und mit Zucker und Essig abschmecken.

Die Spaghetti in Salzwasser al dente kochen und abgießen.

Der fertige Kürbis wird jetzt der Länge nach aufgeschnitten, die Kerne und das "Spinngewebe" entfernen und dann wird das Fruchtfleisch mit einer Gabel herausgekratzt - das Fruchtfleisch sieht dadurch so ähnlich aus wie Spaghetti (ich vermute mal, dass der Kürbis dadurch seinen Namen hat).

Die echten Spaghetti und die Kürbisspaghetti mischen - Tomatensoße darüber geben und mit geriebenem Käse bestreuen.




Zwiebelkuchen

Der Teig ist identisch mit meinem Pizza-Teig von der Steinpilz-Pizza:

500 g Mehl
1 Hefewürfel
etaws Zucker und Salz
1 Eßl. Olivenöl ca. 1 große Tasse lauwarmes Wasser

Für den Belag:

250 g gewürfelten Schinkenspeck
750 g in Ringe geschnittene Zwiebeln
1 Stange Lauch
1 Becher Sauer Rahm oder Schmand
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat

Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Kuhle machen und dort die Hefe zerbröckeln, etwas Zucker darüber streuen (Hefe braucht Zucker um aufzugehen!). Eine halbe Tasse Wasser auf die Hefe geben und den Vorteig ca. 20 Min. gehen lassen - mit einem Geschirrtuch abdecken.

Dann 1 Teel. Salz zugeben und das restliche Wasser. Dann den Teig mit den Knethaken auf höchster Stufe durchmixen. Das Öl zugeben und solange weiterrühren bis der Teig Blasen wirft und sich von der Schüssel löst - man bekommt dafür ganz schnell ein Gefühl, wann der Teig "gut" ist. Es ist ganz wichtig wirklich lange genug zu rühren - dann kann eigentlich nix mehr schiefgehen mit dem Teig!!! Hefeteig ist wirklich keine Hexerei - das Geheimnis ist einfach das lange kneten. Dann den Teig 30 - 45 zugedeckt Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit ca. 750 g Zwiebeln in Ringe schneiden und eine in Ringe geschnittene Stange Lauch dazunehmen.

In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, den Schinkenspeck anrösten, dann die Zwiebeln und den Lauch dazugeben, alles anbraten, dann mit einer halben Tasse Wasser aufgießen und das Ganze mit Pfeffer würzen. Salz ist nicht nötig, da der Schinkenspeck schon salzig genug ist. Die Pfanne abdecken und das ganze ca. 1/2 Stunde oder etwas länger dünsten.

1 Becher Schmand mit 2 Eiern verrühren, mit Salz, Pfeffer, Muskat würzen - unter die fertigen Zwiebeln mischen und das ganze auf dem ausgerollten Teig verteilen.

Bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen - dazu passt hervorragend ein Federweißer ... mmmhhh :-)





Letscho - Ungarisches Paprikagemüse

200 g Bauchspeck
1 Fleischwurst
6-8 Kartoffeln
500 g Zwiebeln
2 kg Paprika
ca. 4 frische Chillischoten (rot/grün)
4-6 frische Tomaten - oder eine kleine Dose Pizza Tomaten nehmen
Olivenöl
Salz, Pfeffer und scharfen gemahlenen ungarischen Paprika

Dieses Gericht gelingt am besten, wenn man eine Schwiegermutter hat, die selbst ungarischen Paprika züchtet :-) Es gelingt aber mit ein paar Tricks auch mit käuflich erwerblichen Paprikaschoten, die es im Supermarkt gibt. Allerdings sollten es schon die langen, spitzen Schoten sein (nicht die dicklichen, die überall erhältlich sind - diese sind einfach zu fade). In den letzten Jahren gibt es aber die schönen Schoten überall im Handel ab September so ungefähr.

Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Den Stil der Paprika abschneiden und die Kerne auslösen, dann die Paprika ebenfalls in Ringe schneiden. Und falls man jetzt nicht das Glück hat, selbstgezüchtete Paprika zu haben, dann braucht man auch ein paar Chillischoten, damit das Gericht die nötige Schärfe bekommt - diese ebenfalls in Ringe schneiden (Vorsicht! Sie brennen in den Augen, falls man sich in diesen reibt!). Die Kartoffeln schälen und längs achteln - also in "Schnitze" schneiden (etwas größer alls für Pommes). Die Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, kreuzförmig einritzen und die Haut abziehen und in Würfel schneiden.

Einen großen Topf nehmen und etwas Olivenöl erhitzen und dann die Zwiebeln darin glasig dünsten. Salz und Paprikapulver auf die Zwiebeln geben und dann die Paprikaringe und die Chillischoten dazugeben. Gut durchrühren und auch die Paprika etwas anbraten. Dann die Tomaten dazugeben. Wieder gut durchrühren und dann die Kartoffelschnitze dazu. Topf abecken und auf kleiner Flamme ca. 40 Min. garen lassen.

Den Bauchspeck von der Schwarte befreien, in 1 fingerdicke Streifen von ca. 5x5 cm schneiden, diese in mit Paprikapulver panieren. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Speck ausbraten.

In der Zwischenzeit die Fleischwurst in Wasser garen.

Den Speck am Ende in das Letscho geben und die Fleischwurst mit frischem Bauernbrot dazu servieren. Das Letscho sollte schön scharf sein - so dass dann die Fleischwurst und das Brot einen guten Kontrast dazu bildet. Wenn es richtig scharf geglückt ist, dann sind das die etwas faderen Kontraste, die die Schärfe so richtig herausstreichen :-)

Natürlich kann man das Letscho auch ohne Fleischwurst machen und es zu Schnitzel oder einem Salzbraten servieren ...






Gefüllte Paprika

Zutaten:
10-12 Paprikaschoten
2-3 frische Chillischoten
500 g Hackfleisch
2 Zwiebel
1 Ei
Salz, Pfeffer, Paprika, Olivenöl, 2 Eßl. getrocknete Pfefferminze, 1 Eßl. Tomatenmark, Prise Zucker
6 frische Tomaten oder 1 Dose Pizza Tomaten
1 Becher Sahne
1 1/2 Tassen Basmati Reis

Hier gilt wieder das gleiche - sehr gut, wenn man eine Schwiegermutter mit einer Eigenzüchtung an würzigen Paprikas hat :-) - ansonsten muss man improvisieren und sehen, wo man schöne Spitzpaprikas her bekommt und ein paar Chillischoten dazu nehmen ...

Die Paprika oben aufschneiden und die Kerne entfernen.

Das Hackfleisch mit einer kleingehackten Zwiebel, Salz, Pfeffer und Paprika und einem Ei vermischen. 1-2 Chillischoten kleinhacken und unter das Hackfleisch mischen. Alles gut durchkneten und dann die ausgehölten Paprika damit füllen.

Olivenöl in einer erhitzen und die gefüllten Paprika darin von allen Seiten anbragen. Gleichzeitig in einer anderen Pfanne 1 kleingehackte Zwiebel und mit den kleingeschnittenen Reststücken, der Paprikadeckel und den restlichen (ebenfalls kleingeschnittenen) Chillischoten anbraten. Mit den Tomaten aus der Dose (oder den frischen, enthäuteten und kleingeschnittenen) aufgießen. Ca. 1 Eßl. Tomatenmark dazugeben und mit Salz, Pfeffer und ca. 1-2 Eßl. getrocknetem und im Mörser zerriebenem Pfefferminzkraut abschmecken - eine Prise Zucker hinzufügen! Das ganze mit einem Becher Sahne aufgießen.

Die vorgebratenen gefüllen Paprika in eine Auflaufform schichten. Mit der fertigen Soße übergießen und für ca. 40 Minuten in den Backofen bei 200 Grad.

In der Zwischenzeit den Reis kochen - und dann zusammen servieren!






Süße Hexereien

Lavendelzucker

1 kg Zucker
1 Eßl. Lavendelblüten

Lavendel und Zucker vermischen und in Gläser mit Schraubverschluß füllen. Die Mischung 4 - 6 Wochen verschlossen stehen lassen und zwischendurch immer wieder kräftig durchschütteln.
Dieser Lavendelzucker kann sehr gut für Süßspeißen verwendet werden oder ist auch als kleines Geschenk sehr gut herzustellen. Duftet himmlisch!!!
Vor dem Verzehr des Zuckers sollten die Lavendelblüten allerdings herausgesiebt werden.



Himmlische Himbeeren

500 g frische Himbeeren
ca. 1 Eßl. Zucker
etwas frisch gemahlenen Pfeffer
6 cl schottischen Whisky

Die Himbeeren leicht zuckern (wenn überhaupt - das ist Geschmackssache)
frisch gemahlenen Pfeffer aus der Pfeffermühle darüber geben
(das verstärkt das Aroma)
Den Whisky darüber geben und mit einem Löffel vorsichtig umrühren.
Himm(beer)lisch gut!!!




Rosen-Liebeszauber

Dieses Desert ist geeignet, das Herz einer Frau zu erobern, falls es für einen Mann gemacht wird, sollte frau vielleicht ein wenig mehr Zucker dazu tun :-) Dieses Rezept ist kreiert von Ha-Jo Michl, bei dem ich mich ganz herzlich bedanke!!

Um ein Liebesdessert für 2 Personen zu gestalten benötigen wir:

300 ml Naturjoghurt
250 g Erdbeeren
2-3 frische Rosenköpfe mit saftigen Blütenblättern
- die Rosen sollten möglichst rosafarben sein!
1 Banane

Joghurt aufteilen und in zwei flache Dessertschalen verteilen.
Die gute Hälfte der Erdbeeren in kleine Stücke schneiden (schön klein, aber kein Matsch).
Diese in den Joghurt geben und leicht verrühren.
Die äußeren Rosenblätter entfernen, aber zur Garnierung aufheben.
Die inneren saftigen Blätter mit einem Pürierstab in einem Glas mit etwas Wasser fein pürieren. Das Wasser ist an sich völlig überflüssig, jedoch lassen sich die Rosen ohne Wasser nicht pürieren. Die pürierten Rosenblätter, aus dem Wasser fischen und in den Joghurt geben und leicht unterheben. Die restlichen Erdbeeren mit dem Pürierstab zu Erdbeermus pürieren.
Die Banane in zwei Hälften Teilen und auf einer Seite einritzen. In diese Ritze werden die äußeren Rosenblätter gesteckt, so dass eine Rosenblüte entsteht. Die Banane dann etwas am Rand anlehnden in den Quark stellen (sonst fällt sie nämlich gleich um - und das sieht nicht so gut aus :-).
Jetzt den Erdbeermus darüber gießen, und zwar am besten so, dass um die Banane herum ein Herz entsteht.

Wie anfangs schon erwähnt, kann das Rezept nach Belieben auch noch mit Zucker versüßt werden :-)




 
26.1.07 20:59


Kräuter machen Spass

Ackerschachtelhalm

- auch Zinnkraut genannt (weil es früher zum Putzen von Zinngeschirr verwendet wurde). Das Zinnkraut hat eine harntreibende Wirkung, ist blutstillend und mineralsalzzuführend. Somit ist es ein ideales Kraut bei Nieren- und Blasenleiden. Es sollte in keiner Teemischung für Blasen- und Nierentee fehlen!
 


Bärlauch

Bärlauch vertreibt den Winterfrust! Seinen Namen verdankt der Bärlauch den alten Germanen. Der Bär - so glaubte man - verleihe seine Kraft und Fruchtbarkeit auch bestimmten Pflanzen, durch deren Verzehr sich der Mensch Bärenkräfte einverleiben könne. Nach entbehrungsreichen Wintern waren die frischen Bärlauchblätter eine willkommene Quelle für Vitamine und zur Entschlackung des Körpers. Der Bärlauch wird im Volksmund auch Hexenzwiebel genannt.

Der Bärlauch wächst gerne in lichten Birkenwäldern und ist weit verbreitet. In den letzten Jahren ist er zu einem "Mode-Kraut" geworden, so dass man ihn inzwischen auch in Gemüseläden und auf Märkten bekommt. Sein nach Knoblauch duftendes Aroma macht ihn in der Kräuterküche zu einem sehr beliebten und würzigem Kraut!

 


Baldrian

- auch Katzenkraut genannt, weil der Geruch dieser Pflanze die Katzen magisch anzieht. Gesammelt wird bei diesem Kraut die Wurzel, die man aus der Erde zieht, abschrubbt und dann trocknet. Die feinen Wurzelteile werden dann kleingeschnitten und können als Tee zubereitet werden. Baldrian hat aufgrund seines Alkaloidgehaltes eine beruhigende und krampflösende Wirkung. Anzuwenden bei Schlafstörungen, Migräne, Depressionen, psychischen Störungen, Durchfällen, Darmkrämpfen, Klimakteriumsbeschwerden. In Kissen und Säckchen gefüllt soll man ihn im Haus aufhängen. Für guten Schlaf, als Schutzkraut und zur Reinigung.
 

Basilikum

Dieses aromatisch duftende Kraut hat eine leichte Wirkung bei Magenbeschwerden und Blähungen. Außerdem gilt er als milchbildend und kann als Tee in der Stillzeit getrunken werden. Er ist aber mehr als Küchenkraut zu empfehlen. In der italienischen Küche ist es sehr beliebt. Ich benutze Basilikum für Salate, Tomatensoßen und in meiner Pesto

Beifuss

- auch wilder Wermut genannt. Er ist der kleine Bruder des Wermuts und hat ähnliche Wirkung in abgeschwächter Form (ist aber dafür weit eher trinkbar als Wermut, bei dem es einem doch ganz böse schüttelt!). Seine Bitterstoffe sind galletreibend, fiebersenkend und krampflösend. Er wird deshalb bei Verdauungsstörungen und Menstruationsbeschwerden angewandt. Schon im Mittelalter wurde er als Gewürz für fette Speisen verwendet. Ich nehme ihn zur Füllung (als getrocknetes Bündel) für meinen Gänsebraten. Beifuss galt auch als Schutzkraut: "Wer Beifuss bei sich trägt, ist sicher vor Gift, wilden Tieren und Sonnenstich" - na, dann kann ja nix mehr passieren :-). Ein anderer Volksglaube sagt, man solle Beifuss auf Reisen in einem Säckchen bei sich tragen, das würde einen beschützen. Beifuss-Räucherungen werden heute auch wieder in der Geburtsheilkunde eingesetzt, wenn sich das Kind im Mutterleib drehen soll, werden bestimmte gymnastische Übungen (eine Art Brücke, mir fällt der richtige Name jetzt nicht ein, obwohl ich das selbst schon ausprobiert habe) empfohlen und Beifussräucherungen über dem Bauch. Angeblich soll der Geruch des Beifusses das Baby dazu bewegen, sich von alleine zu drehen.
 

Bibernelle



- auch Pimpinella genannt. Im Mittelalter wurde ihr Wunderheilung gegen Cholera und die Pest zugeschrieben. "Esset Knoblauch und Bibernell, dann sterbet ihr nicht so schnell". Sie hat zwar wundheilende und hustenstillende Eigenschaften, wird aber heute mehr als Würzkraut verwendet. Sie gehört zu den 7 Kräutern, die in die original "Hessische Grüne Soße" gegeben werden, die schon zu den Lieblingsgerichten von Goethe gehört haben soll.
 
Bohnenkraut

Bohnenkraut wurde vom Schwarzen Meer in unsere Region gebracht. Als Heilpflanze spielt es heute keine so große Rolle mehr. Obwohl es durchaus bei Husten als Tee zu nutzen ist. Es wird heute vielmehr gerne als Gewürzkraut für deftige Speisen, wie Bratkartoffeln, Bauernfrühstück, Bohneneintopf etc., genommen. Durch seinen würzig-aromatischen, bitterscharfen Geschmack rundet es diese Speisen ideal ab.
 

Borretsch

Auch Borretsch ist ein Kraut, das mehr in der Küche als in der Naturheilkunde Verwendung findet. Es eignet sich gut für Salatsoßen. Allerdings müssen seine stacheligen und haarigen Blätter sehr klein geschnitten werden. Das aus ihm gewonnene Borretschöl ist als Heilmittel in Salben und Lotionen für Neurodermitiskranke zu empfehlen.
 


Brennessel



- die Berührung mit ihr bleibt jedem unvergessen. Das Brennen und Jucken wird von der Ameisensäure ausgelöst. Seit altersher wurde die Brennessel zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden benutzt. Das Peitschen der Haut hat eine durchblutungfördernde Wirkung und wurde schon im Mittelalter gegen Rheuma angewandt. Übrigens soll diese Methode auch eine potenzsteigernde Wirkung haben :-)Und auch dem Brennesselsamen wird eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Bei mir wird die Brennessel allerdings in Form eines Elexieres zum Einreiben gegen rheumatische Beschwerden verabreicht.
 

Brombeerblätter



Getrocknete Brombeerblätter werden als Tee verarbeitet. Sie helfen bei verstärkten Regelblutungen (ähnlich wie der Himbeerblättertee). Außerdem ist der Tee blutreinigend und gefäßverengend. Auch bei Durchfall anzuwenden.
Aus den wunderbaren Früchten können wir herrlichen Brombeergelee zubereiten. Der auch gemischt mit Holunder sehr gut schmeckt!
 

Dill



Ein altes Sprichwort sagt: "Ich hab' Senf und Dill, mein Mann muss tun, was ich will". Am Hochzeitstag sollte die Frau Senf- und Dillsamen auf die Sachen des Mannes streuen und diesen Satz dazu sprechen :-). Dill soll auch vor bösen Hexen schützen und vor Gewitter. Man kann Dill auch über die Haustür hängen, dann sorgt er dafür, dass keiner, der es böse meint, das Haus betritt. Als Badezusatz soll Dill unwiderstehlich machen ... ich selbst benutze ihn aber meistens nur für meinen Gurkensalat.
 


Ehrenpreis

auch Männertreu genannt, weil schon bei leichter Berührung die Blüten abfallen. Wegen dieser Empfindlichkeit wurde es auch als Mittel für Menschen von sensibelem Gemüt angesehen. Trotzdem war es im Mittelalter als Wundermittel gepriesen und ihm wurden eine Vielzahl von Wirkungen zugeschrieben. Heute ist Ehrenpreis ein wenig in den Hintergrund gedrängt worden. Anzuwenden bei Husten, Nervosität, Altersjucken, Rheuma und Gicht. Sein Tee hat verdauungsfördernde, hustenstillende und blutreinigende Wirkung.
 

Frauenmantelkraut



- wird auch Muttergottesmantel genannt und ist mit religiösen Vorstellungen verbunden. Das Frauenmantelkraut wird, wie sein Name schon sagt, hauptsächlich zur Behandlung von Frauenleiden angewandt. Ist aber auch einzusetzen bei Durchfall und bei Muskel- und Gliederschmerzen. Es war auch bei den Alchemisten bekannt, sie vermuteten oder hofften, dass der kleine silbrige Tropfen, der sich der Mitte des Blattes bildet, für die Gewinnung von Gold und Silber nutzbar wäre.
 


Gänsefingerkraut

Ein Kraut das weit verbreitet auf unseren Wiesen wächst. Es hat krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaften und ist dadurch gut bei Durchfällen und Unterleibskrämpfen einzusetzen. Ein gutes Mischkraut für Magentee und Kräuterbitter.
 


Gundermann

- auch Gundelrebe genannt, war schon den alten Germanen als Heilpflanze bekannt. Auch Hildegard von Bingen erwähnte Gundermann in ihren Schriften. Sie empfahl das Kraut heiß zu überbrühen und warm in ein Leinentuch zu geben, welches bei Ohrentzündungen auf die Ohren gelegt wurde. Heute wird die Gundelrebe nur noch wenig verwendet. Da es aber ein Kraut ist, das fast in jedem Garten wild wächst, kann man es gut für die Küche nutzen: Die zarten, feingehackten Gundermannblättchen verleihen Salatsaucen oder dem Kartoffelsalat ein ganz neues Aroma.
 


Hagebutte



Die Scheinfrüchte der Heckenrose, auch Hundsrose genannt, sind sehr reich an Vitamin C. Deshalb ist der Tee aus getrockneten Hagebuttenschalen ein gutes Mittel zum Vorbeugen gegen Infektionskrankheiten. Meine Großmutter machte aus ihnen immer eine Marmelade, die bei uns immer "Hätscherbätsch" genannt wurde, wobei "Hätscher" wohl für Hagebutte steht und "-bätsch" für quetschen/ausdrücken
Herzgespann

- ist ein seltenes und geschütztes Kraut. Man sollte es sich also im Garten kultivieren, wenn man es als Heilkraut nutzen will. Ich bin ganz stolz darauf, dass ich es in meinem Garten ansiedeln konnte, nachdem ich von einer Kräuterfrau einen Ableger bekommen habe. Man kann es natürlich auch in der Apotheke käuflich erwerben (ich vergesse diese Möglichkeit immer zu erwähnen - das gilt aber für alle Kräuter). Herzgespann hilft bei klimakterischen Beschwerden, Hitzewallungen, Angstzuständen, Nervosität und bei starkem Herzklopfen. Im Klimakterium empfiehlt sich ein Tee aus Herzgespann und Johanniskraut. Es kann aber auch bei Blähungen und Magen-Darmstörungen eingesetzt werden.
 


Himbeerblätter

Der Himbeerblättertee ist ein Wundermittel bei sehr schmerzhaften und starken Regelblutungen, da er die Regelblutungen normalisiert. Er ist aber auch bei Durchfall und Fieber einzusetzen.
 


Hirtentäschel

Der Name kommt von den vielen kleinen taschenförmigen Schoten, in die, nach altem Volksglauben, der liebe Gott seine Heilkräfte gelegt haben soll. Es wächst überall sofort, wo Erde aufgeworfen wird. Als Tee getrunken wirkt es gegen Hauterkrankungen und Ekzeme. Seine blutstillende Wirkung wurde noch im Zweiten Weltkrieg zur Heilung von Kriegsverletzungen genutzt.


 
 Holunder



Er ist eine alte, sagenumwobene und vielseitig verwendbare Pflanze. Der Holunderstrauch gehört zu den wenigen Pflanzen, die schon in vorgeschichtlicher Zeit bekannt waren. Sein Samen wurde bereits in Steinzeitsiedlungen gefunden. Den alten Germanen war er heilig und er war der schützenden Hausgöttin Frau Holle gewidmet. Es wurde auch geglaubt, eine Göttin würde in den Blüten wohnen. Einen Holunderbaum umzuhauen galt als schwerer Frevel, der Unglück und sogar den Tod bringen konnte. Und auch in christlichen Legenden wird er erwähnt, demnach soll sich Judas an einem Holunderstrauch erhängt haben. Der Volksmund sagt: "Wer Holunder bei sich trägt, schreckt vor Ehebruch zurück".
Der Holunder wird in der Pflanzenheilkunde vielseitig verwendet. Gesammelt werden die Blüten, die Beeren und auch die Blätter. Vorsicht: Der Genuss von rohen Beeren kann Übelkeit und Erbrechen auslösen!
Holunderblütentee wird eingesetzt bei Erkältungen und Blasenentzündungen, Holundersaft aus den Beeren bei Husten und Erkältungen (hoher Vitamin C-Gehalt). Blattauflagen sind angezeigt bei müden Augen und Bindehautentzündungen.
Auch kulinarisch hat der Holunder einiges zu bieten - Rezepte dazu stehen auf der

Huflattich

Eines der bekanntesten Hustenmittel. Er hat schleimlösende, schweißtreibende und sedative Wirkung. Als Tee alleine oder mit anderen Kräutern gemischt, ist es ein gutes Mittel, um festsitzenden Husten zu lösen. Auch kann das getrocknete Kraut bei Erkrankungen der Atemweg als Zigarette oder in der Pfeife geraucht werden. Dies erzeugt ein angenehmes Wärmegefühl im Brustkorb. Ist aber wohl eher für Raucher zu empfehlen. Neuerdings ist der Huflattich etwas ins Gerede gekommen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass einer seiner Wirkstoffe in hochkonzentrierter Form bei Tierversuchen krebserregende Wirkung hat. Allerdings wurde ein Hundertfaches der Dosis verabreicht.
 

Johanniskraut



Johanniskraut ist das Hexenkraut schlechthin. Als echte Hexe schneide ich es natürlich in der Johannisnacht. An seinen leuchtend gelben Blüten ist es leicht zu erkennen. Wenn man eine Blüte zwischen den Fingern zerreibt, tritt ein roter Farbstoff aus, das ist der Wirkstoff Hypericin. Welcher inzwischen ausgiebig untersucht wurde und seine Heilwirkung wissenschaftlich belegt ist. Aber viel schöner finde ich die sagenhaften Geschichten, die sich um diesen Saft ranken. So wurde er im Volksglauben als das Blut Christi gedeutet, das aus seinen Wunden ausgetreten ist. Der Legende nach stand die Pflanze unter dem Kreuz Christi und jede Blüte fing einen Tropfen seines Blutes auf. Eine andere Legende sagte, dass die Blumen weinten, als der heilige Johannes zum Märtyrertod geführt wurde. Zum Dank dafür vermachte dieser ihnen sein Blut. Eine weitere Legende berichtet, dass das Johanniskraut an der Stelle wuchs, an der der Kopf von Johannes des Täufers zu Boden fiel, nachdem ihn Herodes auf Wunsch von Salome enthaupten ließ.
Es ist das Kraut auf das Wöchnerinnen und die Neugeborenen gebettet wurden und es ist ein Kraut, das auch als Liebesorkael diente. In der Johannisnacht wurde das Kraut von jungen Mädchen gerne in ein Leinensäckchen gefüllt, dann sprachen sie den Satz: Ist mein Schatz gut, kommt rotes Blut. Ist er mir gram, gibt's nur Scham (Schaum).
Dem Johanniskraut wird eine schützende Wirkung vor bösen Hexen und Gewittern nachgesagt. Es wurde in bäuerlichen Gegenden überall aufgehängt. Und auch die Kirche hat sich des Krautes bedient als Mittel zum Exorzismus. Man hat den vom "Teufel besessenen" Johanniskrauttee zum Trinken gegeben. Da es sich dabei vermutlich um psychisch erkrankte Menschen gehandelt hat, wurden sie durch das Johanniskraut ruhiggestellt. Auch vor Hexenverbrennungen wurde dieser Trank den Verurteilten gereicht.
 Seine Wirkung als Heilpflanze ist heute unumstritten. Kein Heilkraut wurde wissenschaftlich so genau und gründlich untersucht wie dieses! Und inzwischen kommt auch die Schulmedizin nicht mehr darum herum, dieses Kraut als echte Alternative zu Psychopharmaka einzusetzen. Es ist stimmungsaufhellend, antidepressiv und beruhigend zugleich. Er ist beispielsweise anzuwenden bei Depressionen, Angstzuständen, Nervosität, Schlafstörungen und klimakterischen Beschwerden. Der Tee sollte allerdings über einen längeren Zeitraum hinweg regelmässig getrunken werden (ca. 3 Wochen). Längere Aufenthalte in der Sonne sollten in dieser Zeit vermieden werden, da das Hypericin zu einer Sonnenallergie führen kann. Was sich aber normalerweise nur bei besonders sonnenempfindlichen Menschen bemerkbar macht.
Johanniskrautöl - wie es angesetzt wird, steht bei den ist ein sehr gutes Wundöl. Kratzer und Schrunden heilen schneller ab. Außerdem hat es eine ausgezeichnete Wirkung bei Muskelverspannungen, Zerrungen, Prellungen, rheumatischen Beschwerden und auch bei Sonnenbrand.
 


Kamille

Die Kamille ist überall als Heilkraut bekannt. Bei ihr ist zu beachten, dass sie ihre Wirkung erst nach dem Kochen voll entfaltet (Wirkstoff:Pro-Azulen C). Sie hat krampflösende, schmerzlindernde und antiseptische Wirkung. Und wird gerne als Tee verwendet bei Koliken, Magenbeschwerden, Nieren- und Blasenbeschwerden, auch bei Erkältungen (mit Honig!) und bei Menstruationsbeschwerden. Kamillensalbe oder -creme wird bei rauher und spröder Haut angewendet und dient dem Heilungsprozess von kleinen Wunden. Auch hier steht das Rezept auf der Als Hexenkraut bringt die Kamille Frieden und Harmonie.
 

Katzenminze

Als echte Hexe habe ich natürlich auch ein Kraut für meine Katzen im Garten stehen. Die Katzenminze wird von Katzen sehr geschätzt und gerne gefressen. Außerdem ist die Katzenminze auch ein Bestandteil von Hexenflugsalben - deren weitere Ingredienzien natürlich geheim sind :-)
 


Knoblauch



Knoblauch ist aus meiner Hexenküche natürlich nicht wegzudenken. Aber auch als Heilpflanze ist der Knoblauch ausgiebig untersucht worden. Ob die Einnahme von Knoblauchpillen uns allerdings wirklich 100 Jahre alt werden lässt, wage ich zu bezweifeln. Dennoch ist nachgewiesen, dass im Knoblauch Substanzen sind, die bakterielles Wachstum vermindern, Knoblauch ist gut für die Verdauung und schützt vor Erkältungskrankheiten. Aber in erster Linie ist er eine wunderbare Gewürzpflanze, ohne die unsere Rezepte um vieles ärmer wären.
 


Labkraut, echtes

Vom Labkraut gibt es verschieden Sorten. Das "echte" oder "wahre" Labkraut, ist das leuchtend gelbe. Seine Blüten haben einen leichten Duft nach Honig. Seinen Namen hat es wegen des enthaltenen Labenzyms, welches die Milch gerinnen läßt. Es hat harntreibende und krampflösende Wirkung und ist deshalb besonders bei Blasen- und Nierenerkrankungen zu empfehlen.
 


Lavendel



Der Lavendel ist eine Pflanze, die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet ist. Er ist aber bei uns in kultivierter Form sehr verbreitet und hat sich dadurch auch schon teilweise wild ausgebreitet. Lavendel ist schon immer begehrt wegen seiner guten Duftsoffe und wird als Lavendelwasser oder auch als Zusatz in Parfums benutzt. Hildegard von Bingen sah im Lavendel ein Antiaphrodisiakum - sie bezeichnete es deshalb als Muttergotteskraut. Aber auch als Heilpflanze ist er angezeigt. Lavendelöl eignet sich sehr gut, um damit Kopfschmerzen zu lindern, wenn man es auf Stirn und Schläfen reibt. Auch bei Verbrennungen und Sonnenbrand verschafft es der Haut Kühlung. Es ist auch anzuwenden bei Verstauchungen und Prellungen. Häufig wird Lavendel auch in Duftsäckchen gefüllt und in den Kleiderschrank gehängt. Der Geruch hält den Schrank frei von Motten. Andererseits heißt es, dass der Duft von Lavendel auf Männer besonders anziehend wirken soll. Nun, Männer und Motten müssen ja nicht den gleichen Geschmack haben :-)
 


Liebstöckel



- auch Maggikraut genannt, weil es genauso riecht wie diese Küchenwürze in der kleinen braunen Flasche. Das Kraut muss allerdings mitgekocht werden, damit das ganze Aroma frei wird. Auch in der Pflanzenheilkunde findet es Anwendung. Es hat harntreibende, verdauungsfördernde Eigenschaften. Und der Name sagt es schon, in der Hexenküche wird es als aphrodisierendes Mittel eingesetzt. Deshalb sollte Liebstöckel im Gewürzregal niemals ausgehen!
 


Lindenblüten

Der Lindenblütentee ist ein weit verbreitetes Heilmittel. Er reinigt den Körper vor Giftstoffen Seine schweißtreibende Wirkung macht ihn zu einem wesentlichen Bestandteil von Husten- und Erkältungstees. Eine Schwitzkur mit Lindenblütentee zu Anfang einer Erkältungskrankheit kann diese vertreiben. Außerdem hat der Tee schleimlösende und sedative (beruhigende) Wirkung. Auch ist er angezeigt bei Verdauungsstörungen und Harn- und Blasenleiden. Und eines hat der Lindenblütentee auch noch zu bieten: Er ist sehr wohlschmeckend und wird auch von Kindern gerne getrunken.


Löwenzahn

- den kennt nun wirklich jeder! Tee aus Löwenzahnblättern oder Löwenzahnsaft regen die Tätigkeit der Leber und der Nieren an. Eine solche Kur sollte allerdings ca. 6 Wochen dauern. Danach sei man wie durch einen Jungbrunnen gezogen. Menschen mit einer Neigung zu Gallensteinen, können der Neubildung von Steinen damit vorbeugen. Auch kann man sich zur Blutreinigung leicht einen Löwenzahnhonig herstellen - und davon täglich 1 Eßl. voll einnehmen. Löwenzahn als Salatzubereitung ist inzwischen auch weit verbreitet (allerdings sollte man dazu die jungen Blätter nehmen).

Mädesüß



auch Spierstrauch oder Geißbart genannt. Wächst gerne an den Ufern von Flußläufen und Seen. Seine weißen Blüten werden zu Tee verarbeitet, der eine gute harntreibende Wirkung hat, auch eine schweißtreibende und deshalb bei Blasen- und Nierenleiden angezeigt ist oder in die entsprechenden Teemischungen gehört. Der Wirkstoff Salizylsäure (= der Wirkstoff des Aspirins)ist darin enthalten, deshalb kann ein Mädesüß-Tee bei leichteren Schmerzen getrunken werden. Habe auch davon gehört, dass es im Klimakterium verabreicht wird, wobei das meiner Meinung nach ein bißchen im Widerspruch zu seiner schweißtreibenden Wirkung steht. Mädesüß ist ein Kraut, das schon die Kelten gerne verwendet haben. Es ist aber auch ein gutes Gewürz für die Weihnachtsbäckerei. Es hat einen leichten Vanilleduft und auch -geschmack, was bei Weihnachtsplätzchen zu einem guten Aroma führt.
 


Majoran

Er ist in fast allen Kräuterbeeten anzutreffen und er ist ein fester Bestanteil unserer Würzkräuter. In der Volksmedizin schätzt man Majoran als Teezubereitung bei Erkältungskrankheiten, Blähungen und Zahnfleischbluten. In der Antike war er der griechischen Göttin Aphrodite gewidmet. Um das Verlangen der Angebeteten zu erwecken, soll der Tischwein mit Majoran versetzt werden. Ich selbst zweifel zwar daran, dass es eine aphrodisierende Wirkung haben könnte, wenn man mir Majoranblätter in meinen Wein geben würde - habe es aber auch noch nicht ausprobiert :-)
 


Melisse



Sie ist eine Pflanze, die aus dem Orient kommt, aber heute in vielen Gärten kultiviert ist. Melissentee ist sehr wohlschmeckend und alleine aus diesem Grund schon ein Genuss. Als Heilkraut wirkt die Melisse gegen Depressionen. Sie hat eine ausgleichende und beruhigende Wirkung, ist aber auch spasmolytisch (krampflösen) und verdauungsfördernd. Der Melisse wird auch eine heilende Wirkung bei Liebeskummer nachgesagt. Früher banden sich liebeskranke Mädchen Melisseblätter auf die Brust. Das sollte das liebeskranke Herz heilen. Wer einmal ein Melisseblatt in den Händen zerrieben hat und den wohlriechenden Duft eingeatmet hat, der glaubt sofort an diese Wirkung!
 

Odermennig



Dies ist ein altes Heilkraut, das schon im Altertum angewandt wurde. Aus einem alten Kräuterbuch: "Odermennig ist gut den zerknirschten Gliedern, darauf gebunden. Es heilt Schläg und zerschlagene Glieder mit dem Saft darauf gestrichen. Von Odermennig getrunken vertreibt alle Schmerzen im Leib. Damit gebadet in einem Schweißbad ist gut für den Stein, so von Hitze und Dörre entstanden."
Mit dieser mittelalterlichen Schilderung ist schon viel über seine Wirkung erzählt. Es wirkt bei Nieren-, Leber und Milzleiden, Gallenblasenentzündungen, Magenübersäuerung und Durchfall, auch bei Frauenleiden. Als Salbenzubereitung bei Prellungen und Quetschungen - siehe dazu - ist sie ein gutes Mittel zur schnellen Heilung und Schmerzlinderung.
 


Oregano



- auch Dost oder wilder Majoran genannt. Auch dieses Kraut wurde im Mittelalter dazu verwendet Hexen und Geister fernzuhalten. Heute wird er überwiegend als Küchenkraut genutzt (besonders in der italienischen Küche). Als Heilkraut hat Majoran verdauungsfördernde, schleimlösende und zyklusregulierende Wirkung


Petersilie



(bei dem Foto handelt es sich um glatte Petersilie - in unseren Küchen und Gärten ist die krause Petersilie allerdings bekannter)

Die Petersilie ist das vielleicht bekannteste Küchenkraut in deutschen Landen. Petersilie sollte immer erst kurz vor Fertigstellung des Gerichtes zugegeben werden, da sie sonst ihre Wirkstoffe verliert (auch den hohen Vitamingehalt). In der Kräuterheilkunde wird sie angewendet bei Leberleiden (Gelbsucht), Erkrankungen des Urogenitaltraktes (Zystitis, Prostatis). Der Petersilie wird auch ein aphrodisierender Effekt nachgesagt. Es gibt da den alten Spruch: "Petersilie hilft dem Mann auf's Pferd - und der Frau unter die Erd". In der Antike galt Petersilie als Symbol der Widergeburt. Sie soll die Kraft haben neues Leben einzuhauchen. Ihre Wurzeln wurden in die erotisierend wirkenden Flugsalben gemischt. Ferner wurde dieses uns so vertraute Küchenkraut im Mittelalter auch für Abtreibungen benutzt. Ihr ätherisches öl (Apiol) kann durch seine anregende Wirkung den Uterus reizen und dadurch einen Abort auslösen. Natürlich ist es aber ungefährlich für Schwangere, wenn ein bißchen Petersilie im Salat ist!!
 

Pfefferminze


Pfefferminztee hat wohl jeder schon mal getrunken, der irgendwann mal im Krankenhaus lag. Sie hilft bei Erkältungen und Beschwerden von Magen, Darm und Galle. Bei Kopfschmerzen soll man Minzeblätter in den Nacken legen, bei Fußschmerzen in die Schuhe. Minzöl ist in vielen Badeölen, Hautcremes und Arzneimitteln. Als Inhalation oder als Einreibung bei Erkältungen sorgt es für Befreiung der Atemwege. Es ist aber damit auch Vorsicht geboten, da das öl (das Menthol) die Schleimhäute reizen kann. Wenn man zuviel Minzöl in das Badewasser gibt, kann man sich leicht Verbrennungen zuziehen, da durch die kühlende Wirkung des Menthols die wahre Temperatur des Wassers leicht unterschätzt wird.
 

Ringelblume


Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommende Pflanze ist wegen ihrer dekorativen Blüte schon seit ca. 500 Jahren bei uns beheimatet. Sie ist aber nicht nur eine hübsche Zierpflanze, sondern eine der ganz großen Heilpflanzen zur Bereitung von Salben. Verwendet werden in erster Linie die Blüten, die zur Salbenverarbeitung - siehe auch meine Seite - verwendet werden oder aber in getrocknetem Zustand zu Tee. Wobei die Nutzung als Tee rückläufig ist, obwohl die Ringelblume eine krampflösende Wirkung hat und somit bei Magenkrämpfen und Menstruationbeschwerden angewendet werden kann. Ich mische immer gerne einige Ringelblumenblütenblätter unter meine Teemischungen, alleine schon wegen der optischen Wirkung, weil sich die gelben Ringelblumenblütenblätter so schön in den grün-braunen Teemischungen ausmachen. Denn das Auge isst nicht nur mit - es gesundet auch mit! Die Ringelblumensalbe ist aber ein Heilmittel der allerersten Wahl! Sie wirkt sowohl bei spröder und rissiger Haut, als auch bei schlecht heilenden Wunden, bei Mundwinkelentzündungen, rauhen Lippen, sie lindert Sonnenbrand und leichtere Verbrennungen. Und sie hat eine durchblutungsfördernde Wirkung auf die Haut, was bewirkt, dass die Haut zart und geschmeidig wird. Salbenumschläge sind angezeigt auch bei Ekzemen, Erfrierungen, Hornhaut und Blutergüssen.
 


Rosmarin



Den Rosmarin verwende ich in der Küche als Gewürz und auch als Zugabe bei der Herstellung von Kräuterölen und -essigen. Und zum anderen gehört er in Form seines ätherischen öls in mein Lieblingsölbad. Zu beiden Bereichen siehe auch auf meiner Seite nach. Rosmarin hat eine wundheilende, entzündungshemmende und stimmulierende Wirkung und ist deshalb für die Haut besonders zu empfehlen. Seine verdauungsfördernde, spasmolytische und kreislaufstimmulierende Wirkungen sind der Grund für seine innere Anwendung. Rosmarintee kann sowohl zur Anregung des Blutdrucks als auch zur Verdauungsförderung getrunken werden. Einen Nachteil hat der Rosmarin, normalerweise sind seine Pflanzen nicht winterhart, was bedeutet, dass man ihn in Kübel zieht, die man im Winter ins Haus bringen muss. Seit neuerem gibt es aber auch winterharte Stauden. Jedenfalls einen Winter haben sie in meinem Kräuterbeet schon überlebt. Rosmarin kann auch als Räucherzeug zur Reinigung der Atmosphäre verwendet werden. Es gilt außerdem als Schutzkraut.


Salbei



"Lasst Salbei im Garten wachsen, und der Tod wird euer Haus nicht betreten!" - dies ist ein Spruch von den alten Römern. Salbei hilft bei verschiedenen Beschweren. Bekannt ist sicher seine Wirkung bei Halsschmerzen und Erkrankungen der Atemwege. Als Gurgelmittel und als Tee wird er da vielseitig verwendet. Er hilft aber auch bei Nervosität, Leberleiden, Migräne, gegen Schweißausbrüche in den Wechseljahren, und als Gurgelmittel bei Angina und Zahnfleischentzündungen. Salbeitee eignet sich auch zum Abstillen, da er die Milchbildung hemmt. Es gibt viele verschieden Arten und der Duft des Salbeis ist wunderbar, wenn man ein Blatt in den Fingern zerreibt. Als Hexenkraut bringt der Salbei ein langes Leben, Weisheit, Gesundheit und Schönheit.
 


Sauerampfer



Schon als Kinder haben wir ihn auf den Wiesen gesammelt und die kleinen sauren Blätter einfach gegessen. Dabei ist dieser Genuss in größeren Mengen gar nicht ungefährlich. Seine Oxalsäure steigert nämlich die Nervenerregbarkeit und es kann zu Krämpfen und Lähmungen kommen. Seine Wirkung als Heilkraut ist eher geringer. Bei mir kommt er als Würzkraut an Salate und natürlich als eines der mindestens 7 Kräuter in die "Frankfurter Grü' Soß"
 
 
 
Schafgarbe



auch "Augenbraue der Venus" genannt. Sie ist eines der ganz vielseitigen Kräuter, von denen eine Hexe schon einen größeren Vorrat für den Winter anlegen muss. Schafe fressen sie übrigens ganz gezielt, wenn es ihnen schlecht geht. "garbe" heißt soviel wie heilen. Und ein altes Sprichwort sagt: "Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib". Auch Pfarrer Kneipp sagte: "Viel Unheil bliebe den Frauen erspart, wenn sie ab und zu mal zur Schafgarbe greifen würden". Schafgarbentee hilft sowohl bei Menstruationsbeschwerden als auch bei Beschwerden in den Wechseljahren. Außerdem ist er anzuwenden bei Sodbrennen und Übelkeit, Blähungen, bei krampfartigen Magen-Darmbeschwerden und auch bei Gallenbeschwerden. Aber auch als Gewürzkraut können junge Schafgarbenblätter gut verwendet werden. Gerade bei fetten Speisen würzt sie angenehm und fördert die Verdauung. Sie kann aber auch gut in Salate gemischt werden.
 


Schlehen

Schlehenblüten ergeben einen wohlschmeckenden Tee und können als leichtes Abführmittel verwendet werden. Aus den reifen Schlehen lässt sich ein wunderbarer Likör ansetzen. Dieses Rezept steht unter den. Wobei die Schlehen noch besser ihr Aroma abgeben, wenn man sie nach dem ersten Frost sammelt. Was aber einen Nachteil hat - meistens findet man dann keine einzige Schlehe mehr, weil sie längst von den Vöglen weggefressen wurden :-)
 


Schöllkraut

Mit dem Schöllkraut ist größte Vorsicht geboten, da es stark giftig ist. Es sollte nicht ohne ärztlich Anweisungen innerlich angewendet werden. Das Kraut kann zu Nervenlähmungen führen. Diese Wirkung wird bei Magen-Darm- und Gallenkoliken genutzt. Ungefährlicher ist seine Anwendung als Warzenmittel. Regelmäßig den frischen Saft von Schöllkrautblüten auf die Warze getröpfelt führt zu deren Verschwinden. Die Warzen werden dabei in einer Vollmondnacht besprochen ... grusel grusel :-)
 


Spitzwegerich

Unter den Wegerichbrüdern (Breitwegerich, Mittlerer Wegerich und Spitzwegerich) ist er der bekannteste. Die Wirkungsweise ist bei allen aber ziemlich ähnlich. Sein Hauptanwendungsgebiet sind die Erkältungskrankheiten. Spitzwegerichtee ist ein guter Hustenlöser .Seine frischen Blätter kann man sehr gut einsetzen bei Insektenstichen. Die Blätter ausdrücken und auf den Stich geben, hilft gegen die Schwellung und den Juckreiz. Und das ist ein Mittel, das in der freien Natur praktisch überall zur Verfügung steht.

Eine angelsächsische Heilsagung aus dem 11 Jh.

"Und du Wegerich,
Mutter der Pflanzen,
offen nach Osten,
mächtig im Innern:
Über dich knarren Wagen,
über dich ritten Frauen,
Über dich ritten Bräute,
über dich schnaubten Farren

Allen widerstandest du
und setztest dich entgegen
nun widerstehe auch dem Gift
und der Ansteckung
und dem Übel,
das über das Land dahinfährt."

 


Taubnessel, weiße

Von ihr werden die weißen Blüten gesammelt und getrocknet. Diese sind auswurffördernd und werden deshalb bei Hustenerkrankungen gerne als Tee eingesetzt oder in Teemischungen verwendet.
 


Thymian



Thymian ist ein Kraut, das als Küchenkraut und als Heilkraut eingesetzt wird. Er wirkt entkrampfend auf die Bronchien, ist auswurffördernd und antibakteriell und eignet sich daher bei Bronchitis und Keuchhusten und anderen Katharren der oberen Luftwege. Sein ätherisches öl eigent sich auch sehr gut für Inhalationen oder zur Luftbefeuchtung. Bei meinen Kindern habe ich im Krankheitsfall auch oft schon Thymianöl in einen mit Wasser gefüllten Eierkocher gegeben und damit das öl im Zimmer verdunsten lassen, was zur besseren Durchatmung führt. Auch zur Verwendung in Badeölen ist Thymianöl bestens geeigent. Siehe auch meine Als Hexenkraut wird Thymian auch zu Räucherungen genommen. Ein Thymianzweig in der Tasche getragen, soll vor schwierigen Lagen schützen.
 


Waldmeister

auch Maikraut genannt. Ihm werden auch eine Reihe von Heilwirkungen zugeschrieben. Ich benutze Waldmeister aber nur als Kraut für die Maibowle, die ich jedes Jahr in der Walpurgisnacht ansetze. Auch Hexen wollen nicht immer nur Kräutertee trinken :-)
 


Wiesenknopf

Der Große Wiesenknopf hat eine rote Blüte und wurde deshalb schon von altersher damit in Verbindung gebracht bei Blutungen wirksam zu sein. Inzwischen ist seine blutstillende Wirkung auch wissenschaftlich nachgewiesen. Bei Mensturationsstörungen wird er als Tee getrunken. Bei Nasenbluten soll man sich ein Bündel frisches Kraut in den Nacken legen.
 


Ysop

Ysop ist ein Kraut, dass ich in meinem Kräuterbeet habe. ähnlich wie Salbei, Thymian oder Rosmarin ist es ein stark duftendes Kraut. Die Inhaltsstoffe sind schleimlösend, entzündungshemmend und krampflösend. Deshalb wird es hauptsächlich bei Atemwegserkrankungen angewendet. Als Gewürz eignet es sich für Braten und Soßen. Der wissenschaftliche Name Hyssopus taucht sogar in der Bibel auf: "Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee." (Psalm51,9) Angeblich geht dieses Gebet auf David zurück, nachdem ihm wegen seines Ehebruchs mit Bathseba die Leviten gelesen wurden. Der Sage nach, soll es ein Ysopzweig gewesen sein, mit dem Jesus der Essigschwamm gereicht wurde, als dieser am Kreuz hing.
 


Zwiebel



Laut Statistik ist die Zwiebel das meist verbrauchte Küchengemüse in deutschen Landen. Was sicher nicht zuletzt auf ihrer verdauungsfördernden Wirkung beruht, wenn sie nicht im Übermaß gegessen wird. Sie senkt außerdem den Blutzucker, ist mineralsalzuführend und blutstillend. Aber auch in der Heilkunde hat sie ihre Anwendung. Fast jeder wird wohl das alte Hausmittel kennen, eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf einen Wespen- oder Bienenstich zu legen. Der Zwiebelsaft hat nämlich auch antibakteriellen Charakter.

Ich benutze Zwiebeln auch bei Ohrentzündungen meiner Kinder. Ein Leinensäckchen mit gehackten Zwiebeln gebe ich für Sekunden in die Mikrowelle (auch Hexen haben sowas heute!). Dabei muss beachtet werden, dass die Zwiebeln nicht zu heiß werden, sonst fÜhrt ihr beißender Geruch auch zu den bekannten Augenreizungen. Dann wird dieses Zwiebelsäckchen auf das erkrankte Ohr gelegt. Selbst bei sehr schmerzhaften Mittelohrentzündungen hat das schon zu erheblicher Schmerzlinderung geführt.

Ein weiteres Hausmittel, das man mit der Zwiebel schnell herstellen kann ist Zwiebelsaft gegen Husten und Bronchitis. Ich selbst mache das so: Eine große Gemüsezwiebel schneide ich oben etwas ab und höhle sie aus. In die ausgehöhlte Zwiebel fülle ich Kandiszucker und lasse die gefüllte Zwiebel dann über Nacht stehen. In der Zwiebel bildet sich dann Saft, von dem man alle paar Stunden einen Teelöffel voll zu sich nimmt.

Die schnellere Variante, um Zwiebelsaft herzustellen geht so: eine kleingehackte Zwiebel, gebe ich ebenfalls mit Kandiszucker in einen Topf, gebe etwas Wasser dazu und lasse diese Mischung einige Minuten köcheln. Dann den Topf von der Platte ziehen und abkühlen lassen. Den erkalteten Saft durch ein Sieb gießen und von dem Saft alle paar Stunden einen Teelöffel voll trinken.
 

26.1.07 20:54





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung