Startseite
    Hexen Gedichte
    Kerzen und Rituale
    Tarot und andere Karten
    die neue Hexe
    die Alten Hexen
    Kräuterküche
    Wissenswertes
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt

 

http://myblog.de/aisha1

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Kräuter machen Spass

Ackerschachtelhalm

- auch Zinnkraut genannt (weil es früher zum Putzen von Zinngeschirr verwendet wurde). Das Zinnkraut hat eine harntreibende Wirkung, ist blutstillend und mineralsalzzuführend. Somit ist es ein ideales Kraut bei Nieren- und Blasenleiden. Es sollte in keiner Teemischung für Blasen- und Nierentee fehlen!
 


Bärlauch

Bärlauch vertreibt den Winterfrust! Seinen Namen verdankt der Bärlauch den alten Germanen. Der Bär - so glaubte man - verleihe seine Kraft und Fruchtbarkeit auch bestimmten Pflanzen, durch deren Verzehr sich der Mensch Bärenkräfte einverleiben könne. Nach entbehrungsreichen Wintern waren die frischen Bärlauchblätter eine willkommene Quelle für Vitamine und zur Entschlackung des Körpers. Der Bärlauch wird im Volksmund auch Hexenzwiebel genannt.

Der Bärlauch wächst gerne in lichten Birkenwäldern und ist weit verbreitet. In den letzten Jahren ist er zu einem "Mode-Kraut" geworden, so dass man ihn inzwischen auch in Gemüseläden und auf Märkten bekommt. Sein nach Knoblauch duftendes Aroma macht ihn in der Kräuterküche zu einem sehr beliebten und würzigem Kraut!

 


Baldrian

- auch Katzenkraut genannt, weil der Geruch dieser Pflanze die Katzen magisch anzieht. Gesammelt wird bei diesem Kraut die Wurzel, die man aus der Erde zieht, abschrubbt und dann trocknet. Die feinen Wurzelteile werden dann kleingeschnitten und können als Tee zubereitet werden. Baldrian hat aufgrund seines Alkaloidgehaltes eine beruhigende und krampflösende Wirkung. Anzuwenden bei Schlafstörungen, Migräne, Depressionen, psychischen Störungen, Durchfällen, Darmkrämpfen, Klimakteriumsbeschwerden. In Kissen und Säckchen gefüllt soll man ihn im Haus aufhängen. Für guten Schlaf, als Schutzkraut und zur Reinigung.
 

Basilikum

Dieses aromatisch duftende Kraut hat eine leichte Wirkung bei Magenbeschwerden und Blähungen. Außerdem gilt er als milchbildend und kann als Tee in der Stillzeit getrunken werden. Er ist aber mehr als Küchenkraut zu empfehlen. In der italienischen Küche ist es sehr beliebt. Ich benutze Basilikum für Salate, Tomatensoßen und in meiner Pesto

Beifuss

- auch wilder Wermut genannt. Er ist der kleine Bruder des Wermuts und hat ähnliche Wirkung in abgeschwächter Form (ist aber dafür weit eher trinkbar als Wermut, bei dem es einem doch ganz böse schüttelt!). Seine Bitterstoffe sind galletreibend, fiebersenkend und krampflösend. Er wird deshalb bei Verdauungsstörungen und Menstruationsbeschwerden angewandt. Schon im Mittelalter wurde er als Gewürz für fette Speisen verwendet. Ich nehme ihn zur Füllung (als getrocknetes Bündel) für meinen Gänsebraten. Beifuss galt auch als Schutzkraut: "Wer Beifuss bei sich trägt, ist sicher vor Gift, wilden Tieren und Sonnenstich" - na, dann kann ja nix mehr passieren :-). Ein anderer Volksglaube sagt, man solle Beifuss auf Reisen in einem Säckchen bei sich tragen, das würde einen beschützen. Beifuss-Räucherungen werden heute auch wieder in der Geburtsheilkunde eingesetzt, wenn sich das Kind im Mutterleib drehen soll, werden bestimmte gymnastische Übungen (eine Art Brücke, mir fällt der richtige Name jetzt nicht ein, obwohl ich das selbst schon ausprobiert habe) empfohlen und Beifussräucherungen über dem Bauch. Angeblich soll der Geruch des Beifusses das Baby dazu bewegen, sich von alleine zu drehen.
 

Bibernelle



- auch Pimpinella genannt. Im Mittelalter wurde ihr Wunderheilung gegen Cholera und die Pest zugeschrieben. "Esset Knoblauch und Bibernell, dann sterbet ihr nicht so schnell". Sie hat zwar wundheilende und hustenstillende Eigenschaften, wird aber heute mehr als Würzkraut verwendet. Sie gehört zu den 7 Kräutern, die in die original "Hessische Grüne Soße" gegeben werden, die schon zu den Lieblingsgerichten von Goethe gehört haben soll.
 
Bohnenkraut

Bohnenkraut wurde vom Schwarzen Meer in unsere Region gebracht. Als Heilpflanze spielt es heute keine so große Rolle mehr. Obwohl es durchaus bei Husten als Tee zu nutzen ist. Es wird heute vielmehr gerne als Gewürzkraut für deftige Speisen, wie Bratkartoffeln, Bauernfrühstück, Bohneneintopf etc., genommen. Durch seinen würzig-aromatischen, bitterscharfen Geschmack rundet es diese Speisen ideal ab.
 

Borretsch

Auch Borretsch ist ein Kraut, das mehr in der Küche als in der Naturheilkunde Verwendung findet. Es eignet sich gut für Salatsoßen. Allerdings müssen seine stacheligen und haarigen Blätter sehr klein geschnitten werden. Das aus ihm gewonnene Borretschöl ist als Heilmittel in Salben und Lotionen für Neurodermitiskranke zu empfehlen.
 


Brennessel



- die Berührung mit ihr bleibt jedem unvergessen. Das Brennen und Jucken wird von der Ameisensäure ausgelöst. Seit altersher wurde die Brennessel zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden benutzt. Das Peitschen der Haut hat eine durchblutungfördernde Wirkung und wurde schon im Mittelalter gegen Rheuma angewandt. Übrigens soll diese Methode auch eine potenzsteigernde Wirkung haben :-)Und auch dem Brennesselsamen wird eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Bei mir wird die Brennessel allerdings in Form eines Elexieres zum Einreiben gegen rheumatische Beschwerden verabreicht.
 

Brombeerblätter



Getrocknete Brombeerblätter werden als Tee verarbeitet. Sie helfen bei verstärkten Regelblutungen (ähnlich wie der Himbeerblättertee). Außerdem ist der Tee blutreinigend und gefäßverengend. Auch bei Durchfall anzuwenden.
Aus den wunderbaren Früchten können wir herrlichen Brombeergelee zubereiten. Der auch gemischt mit Holunder sehr gut schmeckt!
 

Dill



Ein altes Sprichwort sagt: "Ich hab' Senf und Dill, mein Mann muss tun, was ich will". Am Hochzeitstag sollte die Frau Senf- und Dillsamen auf die Sachen des Mannes streuen und diesen Satz dazu sprechen :-). Dill soll auch vor bösen Hexen schützen und vor Gewitter. Man kann Dill auch über die Haustür hängen, dann sorgt er dafür, dass keiner, der es böse meint, das Haus betritt. Als Badezusatz soll Dill unwiderstehlich machen ... ich selbst benutze ihn aber meistens nur für meinen Gurkensalat.
 


Ehrenpreis

auch Männertreu genannt, weil schon bei leichter Berührung die Blüten abfallen. Wegen dieser Empfindlichkeit wurde es auch als Mittel für Menschen von sensibelem Gemüt angesehen. Trotzdem war es im Mittelalter als Wundermittel gepriesen und ihm wurden eine Vielzahl von Wirkungen zugeschrieben. Heute ist Ehrenpreis ein wenig in den Hintergrund gedrängt worden. Anzuwenden bei Husten, Nervosität, Altersjucken, Rheuma und Gicht. Sein Tee hat verdauungsfördernde, hustenstillende und blutreinigende Wirkung.
 

Frauenmantelkraut



- wird auch Muttergottesmantel genannt und ist mit religiösen Vorstellungen verbunden. Das Frauenmantelkraut wird, wie sein Name schon sagt, hauptsächlich zur Behandlung von Frauenleiden angewandt. Ist aber auch einzusetzen bei Durchfall und bei Muskel- und Gliederschmerzen. Es war auch bei den Alchemisten bekannt, sie vermuteten oder hofften, dass der kleine silbrige Tropfen, der sich der Mitte des Blattes bildet, für die Gewinnung von Gold und Silber nutzbar wäre.
 


Gänsefingerkraut

Ein Kraut das weit verbreitet auf unseren Wiesen wächst. Es hat krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaften und ist dadurch gut bei Durchfällen und Unterleibskrämpfen einzusetzen. Ein gutes Mischkraut für Magentee und Kräuterbitter.
 


Gundermann

- auch Gundelrebe genannt, war schon den alten Germanen als Heilpflanze bekannt. Auch Hildegard von Bingen erwähnte Gundermann in ihren Schriften. Sie empfahl das Kraut heiß zu überbrühen und warm in ein Leinentuch zu geben, welches bei Ohrentzündungen auf die Ohren gelegt wurde. Heute wird die Gundelrebe nur noch wenig verwendet. Da es aber ein Kraut ist, das fast in jedem Garten wild wächst, kann man es gut für die Küche nutzen: Die zarten, feingehackten Gundermannblättchen verleihen Salatsaucen oder dem Kartoffelsalat ein ganz neues Aroma.
 


Hagebutte



Die Scheinfrüchte der Heckenrose, auch Hundsrose genannt, sind sehr reich an Vitamin C. Deshalb ist der Tee aus getrockneten Hagebuttenschalen ein gutes Mittel zum Vorbeugen gegen Infektionskrankheiten. Meine Großmutter machte aus ihnen immer eine Marmelade, die bei uns immer "Hätscherbätsch" genannt wurde, wobei "Hätscher" wohl für Hagebutte steht und "-bätsch" für quetschen/ausdrücken
Herzgespann

- ist ein seltenes und geschütztes Kraut. Man sollte es sich also im Garten kultivieren, wenn man es als Heilkraut nutzen will. Ich bin ganz stolz darauf, dass ich es in meinem Garten ansiedeln konnte, nachdem ich von einer Kräuterfrau einen Ableger bekommen habe. Man kann es natürlich auch in der Apotheke käuflich erwerben (ich vergesse diese Möglichkeit immer zu erwähnen - das gilt aber für alle Kräuter). Herzgespann hilft bei klimakterischen Beschwerden, Hitzewallungen, Angstzuständen, Nervosität und bei starkem Herzklopfen. Im Klimakterium empfiehlt sich ein Tee aus Herzgespann und Johanniskraut. Es kann aber auch bei Blähungen und Magen-Darmstörungen eingesetzt werden.
 


Himbeerblätter

Der Himbeerblättertee ist ein Wundermittel bei sehr schmerzhaften und starken Regelblutungen, da er die Regelblutungen normalisiert. Er ist aber auch bei Durchfall und Fieber einzusetzen.
 


Hirtentäschel

Der Name kommt von den vielen kleinen taschenförmigen Schoten, in die, nach altem Volksglauben, der liebe Gott seine Heilkräfte gelegt haben soll. Es wächst überall sofort, wo Erde aufgeworfen wird. Als Tee getrunken wirkt es gegen Hauterkrankungen und Ekzeme. Seine blutstillende Wirkung wurde noch im Zweiten Weltkrieg zur Heilung von Kriegsverletzungen genutzt.


 
 Holunder



Er ist eine alte, sagenumwobene und vielseitig verwendbare Pflanze. Der Holunderstrauch gehört zu den wenigen Pflanzen, die schon in vorgeschichtlicher Zeit bekannt waren. Sein Samen wurde bereits in Steinzeitsiedlungen gefunden. Den alten Germanen war er heilig und er war der schützenden Hausgöttin Frau Holle gewidmet. Es wurde auch geglaubt, eine Göttin würde in den Blüten wohnen. Einen Holunderbaum umzuhauen galt als schwerer Frevel, der Unglück und sogar den Tod bringen konnte. Und auch in christlichen Legenden wird er erwähnt, demnach soll sich Judas an einem Holunderstrauch erhängt haben. Der Volksmund sagt: "Wer Holunder bei sich trägt, schreckt vor Ehebruch zurück".
Der Holunder wird in der Pflanzenheilkunde vielseitig verwendet. Gesammelt werden die Blüten, die Beeren und auch die Blätter. Vorsicht: Der Genuss von rohen Beeren kann Übelkeit und Erbrechen auslösen!
Holunderblütentee wird eingesetzt bei Erkältungen und Blasenentzündungen, Holundersaft aus den Beeren bei Husten und Erkältungen (hoher Vitamin C-Gehalt). Blattauflagen sind angezeigt bei müden Augen und Bindehautentzündungen.
Auch kulinarisch hat der Holunder einiges zu bieten - Rezepte dazu stehen auf der

Huflattich

Eines der bekanntesten Hustenmittel. Er hat schleimlösende, schweißtreibende und sedative Wirkung. Als Tee alleine oder mit anderen Kräutern gemischt, ist es ein gutes Mittel, um festsitzenden Husten zu lösen. Auch kann das getrocknete Kraut bei Erkrankungen der Atemweg als Zigarette oder in der Pfeife geraucht werden. Dies erzeugt ein angenehmes Wärmegefühl im Brustkorb. Ist aber wohl eher für Raucher zu empfehlen. Neuerdings ist der Huflattich etwas ins Gerede gekommen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass einer seiner Wirkstoffe in hochkonzentrierter Form bei Tierversuchen krebserregende Wirkung hat. Allerdings wurde ein Hundertfaches der Dosis verabreicht.
 

Johanniskraut



Johanniskraut ist das Hexenkraut schlechthin. Als echte Hexe schneide ich es natürlich in der Johannisnacht. An seinen leuchtend gelben Blüten ist es leicht zu erkennen. Wenn man eine Blüte zwischen den Fingern zerreibt, tritt ein roter Farbstoff aus, das ist der Wirkstoff Hypericin. Welcher inzwischen ausgiebig untersucht wurde und seine Heilwirkung wissenschaftlich belegt ist. Aber viel schöner finde ich die sagenhaften Geschichten, die sich um diesen Saft ranken. So wurde er im Volksglauben als das Blut Christi gedeutet, das aus seinen Wunden ausgetreten ist. Der Legende nach stand die Pflanze unter dem Kreuz Christi und jede Blüte fing einen Tropfen seines Blutes auf. Eine andere Legende sagte, dass die Blumen weinten, als der heilige Johannes zum Märtyrertod geführt wurde. Zum Dank dafür vermachte dieser ihnen sein Blut. Eine weitere Legende berichtet, dass das Johanniskraut an der Stelle wuchs, an der der Kopf von Johannes des Täufers zu Boden fiel, nachdem ihn Herodes auf Wunsch von Salome enthaupten ließ.
Es ist das Kraut auf das Wöchnerinnen und die Neugeborenen gebettet wurden und es ist ein Kraut, das auch als Liebesorkael diente. In der Johannisnacht wurde das Kraut von jungen Mädchen gerne in ein Leinensäckchen gefüllt, dann sprachen sie den Satz: Ist mein Schatz gut, kommt rotes Blut. Ist er mir gram, gibt's nur Scham (Schaum).
Dem Johanniskraut wird eine schützende Wirkung vor bösen Hexen und Gewittern nachgesagt. Es wurde in bäuerlichen Gegenden überall aufgehängt. Und auch die Kirche hat sich des Krautes bedient als Mittel zum Exorzismus. Man hat den vom "Teufel besessenen" Johanniskrauttee zum Trinken gegeben. Da es sich dabei vermutlich um psychisch erkrankte Menschen gehandelt hat, wurden sie durch das Johanniskraut ruhiggestellt. Auch vor Hexenverbrennungen wurde dieser Trank den Verurteilten gereicht.
 Seine Wirkung als Heilpflanze ist heute unumstritten. Kein Heilkraut wurde wissenschaftlich so genau und gründlich untersucht wie dieses! Und inzwischen kommt auch die Schulmedizin nicht mehr darum herum, dieses Kraut als echte Alternative zu Psychopharmaka einzusetzen. Es ist stimmungsaufhellend, antidepressiv und beruhigend zugleich. Er ist beispielsweise anzuwenden bei Depressionen, Angstzuständen, Nervosität, Schlafstörungen und klimakterischen Beschwerden. Der Tee sollte allerdings über einen längeren Zeitraum hinweg regelmässig getrunken werden (ca. 3 Wochen). Längere Aufenthalte in der Sonne sollten in dieser Zeit vermieden werden, da das Hypericin zu einer Sonnenallergie führen kann. Was sich aber normalerweise nur bei besonders sonnenempfindlichen Menschen bemerkbar macht.
Johanniskrautöl - wie es angesetzt wird, steht bei den ist ein sehr gutes Wundöl. Kratzer und Schrunden heilen schneller ab. Außerdem hat es eine ausgezeichnete Wirkung bei Muskelverspannungen, Zerrungen, Prellungen, rheumatischen Beschwerden und auch bei Sonnenbrand.
 


Kamille

Die Kamille ist überall als Heilkraut bekannt. Bei ihr ist zu beachten, dass sie ihre Wirkung erst nach dem Kochen voll entfaltet (Wirkstoff:Pro-Azulen C). Sie hat krampflösende, schmerzlindernde und antiseptische Wirkung. Und wird gerne als Tee verwendet bei Koliken, Magenbeschwerden, Nieren- und Blasenbeschwerden, auch bei Erkältungen (mit Honig!) und bei Menstruationsbeschwerden. Kamillensalbe oder -creme wird bei rauher und spröder Haut angewendet und dient dem Heilungsprozess von kleinen Wunden. Auch hier steht das Rezept auf der Als Hexenkraut bringt die Kamille Frieden und Harmonie.
 

Katzenminze

Als echte Hexe habe ich natürlich auch ein Kraut für meine Katzen im Garten stehen. Die Katzenminze wird von Katzen sehr geschätzt und gerne gefressen. Außerdem ist die Katzenminze auch ein Bestandteil von Hexenflugsalben - deren weitere Ingredienzien natürlich geheim sind :-)
 


Knoblauch



Knoblauch ist aus meiner Hexenküche natürlich nicht wegzudenken. Aber auch als Heilpflanze ist der Knoblauch ausgiebig untersucht worden. Ob die Einnahme von Knoblauchpillen uns allerdings wirklich 100 Jahre alt werden lässt, wage ich zu bezweifeln. Dennoch ist nachgewiesen, dass im Knoblauch Substanzen sind, die bakterielles Wachstum vermindern, Knoblauch ist gut für die Verdauung und schützt vor Erkältungskrankheiten. Aber in erster Linie ist er eine wunderbare Gewürzpflanze, ohne die unsere Rezepte um vieles ärmer wären.
 


Labkraut, echtes

Vom Labkraut gibt es verschieden Sorten. Das "echte" oder "wahre" Labkraut, ist das leuchtend gelbe. Seine Blüten haben einen leichten Duft nach Honig. Seinen Namen hat es wegen des enthaltenen Labenzyms, welches die Milch gerinnen läßt. Es hat harntreibende und krampflösende Wirkung und ist deshalb besonders bei Blasen- und Nierenerkrankungen zu empfehlen.
 


Lavendel



Der Lavendel ist eine Pflanze, die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet ist. Er ist aber bei uns in kultivierter Form sehr verbreitet und hat sich dadurch auch schon teilweise wild ausgebreitet. Lavendel ist schon immer begehrt wegen seiner guten Duftsoffe und wird als Lavendelwasser oder auch als Zusatz in Parfums benutzt. Hildegard von Bingen sah im Lavendel ein Antiaphrodisiakum - sie bezeichnete es deshalb als Muttergotteskraut. Aber auch als Heilpflanze ist er angezeigt. Lavendelöl eignet sich sehr gut, um damit Kopfschmerzen zu lindern, wenn man es auf Stirn und Schläfen reibt. Auch bei Verbrennungen und Sonnenbrand verschafft es der Haut Kühlung. Es ist auch anzuwenden bei Verstauchungen und Prellungen. Häufig wird Lavendel auch in Duftsäckchen gefüllt und in den Kleiderschrank gehängt. Der Geruch hält den Schrank frei von Motten. Andererseits heißt es, dass der Duft von Lavendel auf Männer besonders anziehend wirken soll. Nun, Männer und Motten müssen ja nicht den gleichen Geschmack haben :-)
 


Liebstöckel



- auch Maggikraut genannt, weil es genauso riecht wie diese Küchenwürze in der kleinen braunen Flasche. Das Kraut muss allerdings mitgekocht werden, damit das ganze Aroma frei wird. Auch in der Pflanzenheilkunde findet es Anwendung. Es hat harntreibende, verdauungsfördernde Eigenschaften. Und der Name sagt es schon, in der Hexenküche wird es als aphrodisierendes Mittel eingesetzt. Deshalb sollte Liebstöckel im Gewürzregal niemals ausgehen!
 


Lindenblüten

Der Lindenblütentee ist ein weit verbreitetes Heilmittel. Er reinigt den Körper vor Giftstoffen Seine schweißtreibende Wirkung macht ihn zu einem wesentlichen Bestandteil von Husten- und Erkältungstees. Eine Schwitzkur mit Lindenblütentee zu Anfang einer Erkältungskrankheit kann diese vertreiben. Außerdem hat der Tee schleimlösende und sedative (beruhigende) Wirkung. Auch ist er angezeigt bei Verdauungsstörungen und Harn- und Blasenleiden. Und eines hat der Lindenblütentee auch noch zu bieten: Er ist sehr wohlschmeckend und wird auch von Kindern gerne getrunken.


Löwenzahn

- den kennt nun wirklich jeder! Tee aus Löwenzahnblättern oder Löwenzahnsaft regen die Tätigkeit der Leber und der Nieren an. Eine solche Kur sollte allerdings ca. 6 Wochen dauern. Danach sei man wie durch einen Jungbrunnen gezogen. Menschen mit einer Neigung zu Gallensteinen, können der Neubildung von Steinen damit vorbeugen. Auch kann man sich zur Blutreinigung leicht einen Löwenzahnhonig herstellen - und davon täglich 1 Eßl. voll einnehmen. Löwenzahn als Salatzubereitung ist inzwischen auch weit verbreitet (allerdings sollte man dazu die jungen Blätter nehmen).

Mädesüß



auch Spierstrauch oder Geißbart genannt. Wächst gerne an den Ufern von Flußläufen und Seen. Seine weißen Blüten werden zu Tee verarbeitet, der eine gute harntreibende Wirkung hat, auch eine schweißtreibende und deshalb bei Blasen- und Nierenleiden angezeigt ist oder in die entsprechenden Teemischungen gehört. Der Wirkstoff Salizylsäure (= der Wirkstoff des Aspirins)ist darin enthalten, deshalb kann ein Mädesüß-Tee bei leichteren Schmerzen getrunken werden. Habe auch davon gehört, dass es im Klimakterium verabreicht wird, wobei das meiner Meinung nach ein bißchen im Widerspruch zu seiner schweißtreibenden Wirkung steht. Mädesüß ist ein Kraut, das schon die Kelten gerne verwendet haben. Es ist aber auch ein gutes Gewürz für die Weihnachtsbäckerei. Es hat einen leichten Vanilleduft und auch -geschmack, was bei Weihnachtsplätzchen zu einem guten Aroma führt.
 


Majoran

Er ist in fast allen Kräuterbeeten anzutreffen und er ist ein fester Bestanteil unserer Würzkräuter. In der Volksmedizin schätzt man Majoran als Teezubereitung bei Erkältungskrankheiten, Blähungen und Zahnfleischbluten. In der Antike war er der griechischen Göttin Aphrodite gewidmet. Um das Verlangen der Angebeteten zu erwecken, soll der Tischwein mit Majoran versetzt werden. Ich selbst zweifel zwar daran, dass es eine aphrodisierende Wirkung haben könnte, wenn man mir Majoranblätter in meinen Wein geben würde - habe es aber auch noch nicht ausprobiert :-)
 


Melisse



Sie ist eine Pflanze, die aus dem Orient kommt, aber heute in vielen Gärten kultiviert ist. Melissentee ist sehr wohlschmeckend und alleine aus diesem Grund schon ein Genuss. Als Heilkraut wirkt die Melisse gegen Depressionen. Sie hat eine ausgleichende und beruhigende Wirkung, ist aber auch spasmolytisch (krampflösen) und verdauungsfördernd. Der Melisse wird auch eine heilende Wirkung bei Liebeskummer nachgesagt. Früher banden sich liebeskranke Mädchen Melisseblätter auf die Brust. Das sollte das liebeskranke Herz heilen. Wer einmal ein Melisseblatt in den Händen zerrieben hat und den wohlriechenden Duft eingeatmet hat, der glaubt sofort an diese Wirkung!
 

Odermennig



Dies ist ein altes Heilkraut, das schon im Altertum angewandt wurde. Aus einem alten Kräuterbuch: "Odermennig ist gut den zerknirschten Gliedern, darauf gebunden. Es heilt Schläg und zerschlagene Glieder mit dem Saft darauf gestrichen. Von Odermennig getrunken vertreibt alle Schmerzen im Leib. Damit gebadet in einem Schweißbad ist gut für den Stein, so von Hitze und Dörre entstanden."
Mit dieser mittelalterlichen Schilderung ist schon viel über seine Wirkung erzählt. Es wirkt bei Nieren-, Leber und Milzleiden, Gallenblasenentzündungen, Magenübersäuerung und Durchfall, auch bei Frauenleiden. Als Salbenzubereitung bei Prellungen und Quetschungen - siehe dazu - ist sie ein gutes Mittel zur schnellen Heilung und Schmerzlinderung.
 


Oregano



- auch Dost oder wilder Majoran genannt. Auch dieses Kraut wurde im Mittelalter dazu verwendet Hexen und Geister fernzuhalten. Heute wird er überwiegend als Küchenkraut genutzt (besonders in der italienischen Küche). Als Heilkraut hat Majoran verdauungsfördernde, schleimlösende und zyklusregulierende Wirkung


Petersilie



(bei dem Foto handelt es sich um glatte Petersilie - in unseren Küchen und Gärten ist die krause Petersilie allerdings bekannter)

Die Petersilie ist das vielleicht bekannteste Küchenkraut in deutschen Landen. Petersilie sollte immer erst kurz vor Fertigstellung des Gerichtes zugegeben werden, da sie sonst ihre Wirkstoffe verliert (auch den hohen Vitamingehalt). In der Kräuterheilkunde wird sie angewendet bei Leberleiden (Gelbsucht), Erkrankungen des Urogenitaltraktes (Zystitis, Prostatis). Der Petersilie wird auch ein aphrodisierender Effekt nachgesagt. Es gibt da den alten Spruch: "Petersilie hilft dem Mann auf's Pferd - und der Frau unter die Erd". In der Antike galt Petersilie als Symbol der Widergeburt. Sie soll die Kraft haben neues Leben einzuhauchen. Ihre Wurzeln wurden in die erotisierend wirkenden Flugsalben gemischt. Ferner wurde dieses uns so vertraute Küchenkraut im Mittelalter auch für Abtreibungen benutzt. Ihr ätherisches öl (Apiol) kann durch seine anregende Wirkung den Uterus reizen und dadurch einen Abort auslösen. Natürlich ist es aber ungefährlich für Schwangere, wenn ein bißchen Petersilie im Salat ist!!
 

Pfefferminze


Pfefferminztee hat wohl jeder schon mal getrunken, der irgendwann mal im Krankenhaus lag. Sie hilft bei Erkältungen und Beschwerden von Magen, Darm und Galle. Bei Kopfschmerzen soll man Minzeblätter in den Nacken legen, bei Fußschmerzen in die Schuhe. Minzöl ist in vielen Badeölen, Hautcremes und Arzneimitteln. Als Inhalation oder als Einreibung bei Erkältungen sorgt es für Befreiung der Atemwege. Es ist aber damit auch Vorsicht geboten, da das öl (das Menthol) die Schleimhäute reizen kann. Wenn man zuviel Minzöl in das Badewasser gibt, kann man sich leicht Verbrennungen zuziehen, da durch die kühlende Wirkung des Menthols die wahre Temperatur des Wassers leicht unterschätzt wird.
 

Ringelblume


Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommende Pflanze ist wegen ihrer dekorativen Blüte schon seit ca. 500 Jahren bei uns beheimatet. Sie ist aber nicht nur eine hübsche Zierpflanze, sondern eine der ganz großen Heilpflanzen zur Bereitung von Salben. Verwendet werden in erster Linie die Blüten, die zur Salbenverarbeitung - siehe auch meine Seite - verwendet werden oder aber in getrocknetem Zustand zu Tee. Wobei die Nutzung als Tee rückläufig ist, obwohl die Ringelblume eine krampflösende Wirkung hat und somit bei Magenkrämpfen und Menstruationbeschwerden angewendet werden kann. Ich mische immer gerne einige Ringelblumenblütenblätter unter meine Teemischungen, alleine schon wegen der optischen Wirkung, weil sich die gelben Ringelblumenblütenblätter so schön in den grün-braunen Teemischungen ausmachen. Denn das Auge isst nicht nur mit - es gesundet auch mit! Die Ringelblumensalbe ist aber ein Heilmittel der allerersten Wahl! Sie wirkt sowohl bei spröder und rissiger Haut, als auch bei schlecht heilenden Wunden, bei Mundwinkelentzündungen, rauhen Lippen, sie lindert Sonnenbrand und leichtere Verbrennungen. Und sie hat eine durchblutungsfördernde Wirkung auf die Haut, was bewirkt, dass die Haut zart und geschmeidig wird. Salbenumschläge sind angezeigt auch bei Ekzemen, Erfrierungen, Hornhaut und Blutergüssen.
 


Rosmarin



Den Rosmarin verwende ich in der Küche als Gewürz und auch als Zugabe bei der Herstellung von Kräuterölen und -essigen. Und zum anderen gehört er in Form seines ätherischen öls in mein Lieblingsölbad. Zu beiden Bereichen siehe auch auf meiner Seite nach. Rosmarin hat eine wundheilende, entzündungshemmende und stimmulierende Wirkung und ist deshalb für die Haut besonders zu empfehlen. Seine verdauungsfördernde, spasmolytische und kreislaufstimmulierende Wirkungen sind der Grund für seine innere Anwendung. Rosmarintee kann sowohl zur Anregung des Blutdrucks als auch zur Verdauungsförderung getrunken werden. Einen Nachteil hat der Rosmarin, normalerweise sind seine Pflanzen nicht winterhart, was bedeutet, dass man ihn in Kübel zieht, die man im Winter ins Haus bringen muss. Seit neuerem gibt es aber auch winterharte Stauden. Jedenfalls einen Winter haben sie in meinem Kräuterbeet schon überlebt. Rosmarin kann auch als Räucherzeug zur Reinigung der Atmosphäre verwendet werden. Es gilt außerdem als Schutzkraut.


Salbei



"Lasst Salbei im Garten wachsen, und der Tod wird euer Haus nicht betreten!" - dies ist ein Spruch von den alten Römern. Salbei hilft bei verschiedenen Beschweren. Bekannt ist sicher seine Wirkung bei Halsschmerzen und Erkrankungen der Atemwege. Als Gurgelmittel und als Tee wird er da vielseitig verwendet. Er hilft aber auch bei Nervosität, Leberleiden, Migräne, gegen Schweißausbrüche in den Wechseljahren, und als Gurgelmittel bei Angina und Zahnfleischentzündungen. Salbeitee eignet sich auch zum Abstillen, da er die Milchbildung hemmt. Es gibt viele verschieden Arten und der Duft des Salbeis ist wunderbar, wenn man ein Blatt in den Fingern zerreibt. Als Hexenkraut bringt der Salbei ein langes Leben, Weisheit, Gesundheit und Schönheit.
 


Sauerampfer



Schon als Kinder haben wir ihn auf den Wiesen gesammelt und die kleinen sauren Blätter einfach gegessen. Dabei ist dieser Genuss in größeren Mengen gar nicht ungefährlich. Seine Oxalsäure steigert nämlich die Nervenerregbarkeit und es kann zu Krämpfen und Lähmungen kommen. Seine Wirkung als Heilkraut ist eher geringer. Bei mir kommt er als Würzkraut an Salate und natürlich als eines der mindestens 7 Kräuter in die "Frankfurter Grü' Soß"
 
 
 
Schafgarbe



auch "Augenbraue der Venus" genannt. Sie ist eines der ganz vielseitigen Kräuter, von denen eine Hexe schon einen größeren Vorrat für den Winter anlegen muss. Schafe fressen sie übrigens ganz gezielt, wenn es ihnen schlecht geht. "garbe" heißt soviel wie heilen. Und ein altes Sprichwort sagt: "Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib". Auch Pfarrer Kneipp sagte: "Viel Unheil bliebe den Frauen erspart, wenn sie ab und zu mal zur Schafgarbe greifen würden". Schafgarbentee hilft sowohl bei Menstruationsbeschwerden als auch bei Beschwerden in den Wechseljahren. Außerdem ist er anzuwenden bei Sodbrennen und Übelkeit, Blähungen, bei krampfartigen Magen-Darmbeschwerden und auch bei Gallenbeschwerden. Aber auch als Gewürzkraut können junge Schafgarbenblätter gut verwendet werden. Gerade bei fetten Speisen würzt sie angenehm und fördert die Verdauung. Sie kann aber auch gut in Salate gemischt werden.
 


Schlehen

Schlehenblüten ergeben einen wohlschmeckenden Tee und können als leichtes Abführmittel verwendet werden. Aus den reifen Schlehen lässt sich ein wunderbarer Likör ansetzen. Dieses Rezept steht unter den. Wobei die Schlehen noch besser ihr Aroma abgeben, wenn man sie nach dem ersten Frost sammelt. Was aber einen Nachteil hat - meistens findet man dann keine einzige Schlehe mehr, weil sie längst von den Vöglen weggefressen wurden :-)
 


Schöllkraut

Mit dem Schöllkraut ist größte Vorsicht geboten, da es stark giftig ist. Es sollte nicht ohne ärztlich Anweisungen innerlich angewendet werden. Das Kraut kann zu Nervenlähmungen führen. Diese Wirkung wird bei Magen-Darm- und Gallenkoliken genutzt. Ungefährlicher ist seine Anwendung als Warzenmittel. Regelmäßig den frischen Saft von Schöllkrautblüten auf die Warze getröpfelt führt zu deren Verschwinden. Die Warzen werden dabei in einer Vollmondnacht besprochen ... grusel grusel :-)
 


Spitzwegerich

Unter den Wegerichbrüdern (Breitwegerich, Mittlerer Wegerich und Spitzwegerich) ist er der bekannteste. Die Wirkungsweise ist bei allen aber ziemlich ähnlich. Sein Hauptanwendungsgebiet sind die Erkältungskrankheiten. Spitzwegerichtee ist ein guter Hustenlöser .Seine frischen Blätter kann man sehr gut einsetzen bei Insektenstichen. Die Blätter ausdrücken und auf den Stich geben, hilft gegen die Schwellung und den Juckreiz. Und das ist ein Mittel, das in der freien Natur praktisch überall zur Verfügung steht.

Eine angelsächsische Heilsagung aus dem 11 Jh.

"Und du Wegerich,
Mutter der Pflanzen,
offen nach Osten,
mächtig im Innern:
Über dich knarren Wagen,
über dich ritten Frauen,
Über dich ritten Bräute,
über dich schnaubten Farren

Allen widerstandest du
und setztest dich entgegen
nun widerstehe auch dem Gift
und der Ansteckung
und dem Übel,
das über das Land dahinfährt."

 


Taubnessel, weiße

Von ihr werden die weißen Blüten gesammelt und getrocknet. Diese sind auswurffördernd und werden deshalb bei Hustenerkrankungen gerne als Tee eingesetzt oder in Teemischungen verwendet.
 


Thymian



Thymian ist ein Kraut, das als Küchenkraut und als Heilkraut eingesetzt wird. Er wirkt entkrampfend auf die Bronchien, ist auswurffördernd und antibakteriell und eignet sich daher bei Bronchitis und Keuchhusten und anderen Katharren der oberen Luftwege. Sein ätherisches öl eigent sich auch sehr gut für Inhalationen oder zur Luftbefeuchtung. Bei meinen Kindern habe ich im Krankheitsfall auch oft schon Thymianöl in einen mit Wasser gefüllten Eierkocher gegeben und damit das öl im Zimmer verdunsten lassen, was zur besseren Durchatmung führt. Auch zur Verwendung in Badeölen ist Thymianöl bestens geeigent. Siehe auch meine Als Hexenkraut wird Thymian auch zu Räucherungen genommen. Ein Thymianzweig in der Tasche getragen, soll vor schwierigen Lagen schützen.
 


Waldmeister

auch Maikraut genannt. Ihm werden auch eine Reihe von Heilwirkungen zugeschrieben. Ich benutze Waldmeister aber nur als Kraut für die Maibowle, die ich jedes Jahr in der Walpurgisnacht ansetze. Auch Hexen wollen nicht immer nur Kräutertee trinken :-)
 


Wiesenknopf

Der Große Wiesenknopf hat eine rote Blüte und wurde deshalb schon von altersher damit in Verbindung gebracht bei Blutungen wirksam zu sein. Inzwischen ist seine blutstillende Wirkung auch wissenschaftlich nachgewiesen. Bei Mensturationsstörungen wird er als Tee getrunken. Bei Nasenbluten soll man sich ein Bündel frisches Kraut in den Nacken legen.
 


Ysop

Ysop ist ein Kraut, dass ich in meinem Kräuterbeet habe. ähnlich wie Salbei, Thymian oder Rosmarin ist es ein stark duftendes Kraut. Die Inhaltsstoffe sind schleimlösend, entzündungshemmend und krampflösend. Deshalb wird es hauptsächlich bei Atemwegserkrankungen angewendet. Als Gewürz eignet es sich für Braten und Soßen. Der wissenschaftliche Name Hyssopus taucht sogar in der Bibel auf: "Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee." (Psalm51,9) Angeblich geht dieses Gebet auf David zurück, nachdem ihm wegen seines Ehebruchs mit Bathseba die Leviten gelesen wurden. Der Sage nach, soll es ein Ysopzweig gewesen sein, mit dem Jesus der Essigschwamm gereicht wurde, als dieser am Kreuz hing.
 


Zwiebel



Laut Statistik ist die Zwiebel das meist verbrauchte Küchengemüse in deutschen Landen. Was sicher nicht zuletzt auf ihrer verdauungsfördernden Wirkung beruht, wenn sie nicht im Übermaß gegessen wird. Sie senkt außerdem den Blutzucker, ist mineralsalzuführend und blutstillend. Aber auch in der Heilkunde hat sie ihre Anwendung. Fast jeder wird wohl das alte Hausmittel kennen, eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf einen Wespen- oder Bienenstich zu legen. Der Zwiebelsaft hat nämlich auch antibakteriellen Charakter.

Ich benutze Zwiebeln auch bei Ohrentzündungen meiner Kinder. Ein Leinensäckchen mit gehackten Zwiebeln gebe ich für Sekunden in die Mikrowelle (auch Hexen haben sowas heute!). Dabei muss beachtet werden, dass die Zwiebeln nicht zu heiß werden, sonst fÜhrt ihr beißender Geruch auch zu den bekannten Augenreizungen. Dann wird dieses Zwiebelsäckchen auf das erkrankte Ohr gelegt. Selbst bei sehr schmerzhaften Mittelohrentzündungen hat das schon zu erheblicher Schmerzlinderung geführt.

Ein weiteres Hausmittel, das man mit der Zwiebel schnell herstellen kann ist Zwiebelsaft gegen Husten und Bronchitis. Ich selbst mache das so: Eine große Gemüsezwiebel schneide ich oben etwas ab und höhle sie aus. In die ausgehöhlte Zwiebel fülle ich Kandiszucker und lasse die gefüllte Zwiebel dann über Nacht stehen. In der Zwiebel bildet sich dann Saft, von dem man alle paar Stunden einen Teelöffel voll zu sich nimmt.

Die schnellere Variante, um Zwiebelsaft herzustellen geht so: eine kleingehackte Zwiebel, gebe ich ebenfalls mit Kandiszucker in einen Topf, gebe etwas Wasser dazu und lasse diese Mischung einige Minuten köcheln. Dann den Topf von der Platte ziehen und abkühlen lassen. Den erkalteten Saft durch ein Sieb gießen und von dem Saft alle paar Stunden einen Teelöffel voll trinken.
 

26.1.07 20:54
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung