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Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim

Der unter dem Namen Paracelsus bekannte Arzt, Naturforscher und Philosoph (1493-1541) hieß mit richtigem Namen Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim und war der Sohn eines Schweizer Arztes und Chemikers. Von ihm wurde er in Chemie unterrichtet und von einem anderen Lehrer früh in die Alchemie vertraut gemacht. Durch ausgedehnte Reisen, die er in seiner Eigenschaft als Feldarzt und Scholastikus durchführte, erwarb er sich später großes Wissen auf dem Gebiet der Heilkunde. Er propagierte die einfachen Heilstoffe, die sogenannten Arcana, und hatte in diesem Zusammenhang eine besondere Vorliebe für Metalle.

Paracelsus, wie er sich später selbst nannte, entdeckte mehrere chemische Verbindungen und kann als Begründer der pharmazeutischen Chemie bezeichnet werden. Gleichwohl besaß er einen ausgeprägten Hang zu Kabbala, Okkultismus und Mystik und widmete sich intensiv der Entwicklung von Homunculi und Lebenselexieren.

Um diese geheimnisvollen Tätigkeiten ranken sich eine ganze Reihe von Geschichten, daß er dabei vom Teufel unterstützt worden sei, den er, wie es hieß, in einer kleinen Flasche oder aber in einem Loch in einer Tanne gehalten habe. Ebenso allgemein war man der Überzeugung, er könne neben vielen anderen Künsten auch aus Eisen Gold machen.

Im Allgäu erzählte man sich, er habe sich einmal als Schmied verdingt und viel Eisen dabei verdorben. Als sich der Meister darüber beklagte, habe er in einem Augenblick den Amboß in Gold verwandelt. Auch soll er einem gezähmten "Haselwurm" besessen haben, der ihm stets zu Diensten war und von dem er die Geheimnisse der Pflanzen erfuhr.

Diese mysteriösen Beschäftigungen in Verbindung mit seinem schillerndem, extravaganten Charakter brachten ihm zu Lebzeiten einerseits den Ruf des Hexenmeisters und andererseits den eines Scharlatans ein. Sein unstetes Leben und prahlerisches, eitles Wesen trugen dazu bei, daß die Meinungen über ihn und seine Schriften bis heute geteilt sind.

26.1.07 23:11


Walpurgisnacht, das Hexenfest schlechthin, das jeder kennt. Feste werden veranstaltet auf dem Brocken im Harz und auch anderswo. Gedichte gibt es darüber, zum Beispiel von Theodor Storm oder von Gustav Meyring. Felix Mendelssohn Bartholdy hat in seinem Opus 60 "Die erste Walpurgisnacht" musikalisch verarbeitet. Sagen ranken sich um diese Nacht, Goethe hat sie in seinem Faust verewigt ... aber wo kommt sie wirklich her, die Walpurgisnacht?

Die Nacht zum ersten Mai war unseren Vorfahren von besonderer Bedutung. In dieser Nacht wurden Freudenfeuer entzündet, um den Frühling zu begrüßen. Im Harz versammelten sich die Menschen um diese Feuer, tanzten um sie und sprangen vor Freude durch die Flammen.

Besonders dort waren diese Feste sehr verbreitet (oder haben sich am längsten gehalten). Mit Beginn der dortigen Christianisierung (nach dem Sieg Karls des Großen über die Sachsen) wurden diese Feste verboten. Wer weiterhin die Feste in der alten Form feierte, wurde als dem Teufel hörig und als Hexe bezeichnet. Die Kirche verdammte jene und verbreitete das Gerücht, dass in dieser Nacht die Hexen ausflogen, um sich auf dem Blocksberg zu versammeln und dort auf die Ankunft des Teufels zu warten.

Der Ursprung des Hexenglaubens, wie er in der Walpurgisnacht dargestellt wird, geht nicht auf diese alten Feste und den Volksglauben zurück, sondern entstammt den Kirchenbüchern. Durch diese ist die Ansicht in der Bevölkerung vorgedrungen, dass Frauen mit medizinischen Kenntnissen mit dem Teufel im Bunde stünden.

Es war also die Kirche, die im Zuge der Inquisition immer schaurigere Geschichten erzählte, welches Unwesen, die von ihnen als Hexen bezeichneten, Frauen angeblich trieben.

Aber wie auch bei anderen heidnischen Feiertagen, die in der Bevölkerung stark verwurzelt waren, hat die Kirche dafür gesorgt, dass diese Feste in einem kirchlichen Fest aufgefangen wurde. Zum Beispiel ging das heidnische Julfest in Weihnachten auf und Ostara in Ostern. Der erste Mai wurder der Hl. Walpurga, der Schutzpatronin der Bäuerinnen und Mägde geweiht und so entstand der Name Walpurgisnacht. Selbstverständlich wurde der Hl. Wapurga von der Kirche nachgesagt, dass sie vor den Hexen schützen sollte.

Das Walpurgisnachtfest auf dem Brocken, wie es heute noch gefeiert wird, wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts, in Anlehnung an Goethes Faust eingeführt.

Natürlich gab es auch abergläubische Bräuche, mit denen sich die Menschen schützen wollten gegen die Hexen, die in dieser Nacht ihr Unwesen trieben:

Wenn in der Walpurgisnacht mit geweihten Glocken (also mit Kirchenglocken) geläutet wird, dann können die Hexen, die an den Kreuzungen ihre Tänze in Gegenwart des Teufels abhalten einem nichts anhaben.

Um sein Vieh und seine Häuser zu schützen wurde in dieser Nacht geweihtes Salz auf die Türschwellen der Ställe und Häuser gestreut. Aber auch das Aufhängen von Baldrian- und Dostzweigen an den Stallungen sollte verhindern, dass das Vieh verhext wurde, da man glaubte, das Hexen diesen Duft nicht leiden können.

Die Besen wurden in dieser Nacht mit dem Reisig nach oben aufgestellt. Oder aber wurden zwei gekreuzte Besen vor der Tür aufgestellt. Das galt als sicher Abwehr vor den Hexen. In manchen Gegenden war es üblich zur Hexenabwehr ein Messer ins Schlüsselloch zu stecken.

Mancherorts zogen die junge Männer peitschenknallend durch die Straßen, um besonders an den Kreuzungen, dafür zu sorgen, dass sich dort keine Hexen versammeln konnten.

Wer in der Walpurgisnacht einen Gundelrebenkranz trug (Gundermann oder Gundelrebe ist ein Kraut das überall wächst), erkannte angeblich alle Hexen!

Am 1. Mai ging niemand vor dem ersten Hahnenschrei oder vor dem Tagleuten aus dem Haus, man konnte ja nicht wissen, ob vielleicht doch noch irgendwo eine verspätete Hexe unterwegs sei.

Eine Bauernregel besagt: Ist die Hexennacht voll Regen, wird's ein Jahr mit reichlich Segen!

Wer wissen wollte, ob der Geliebte treu bleibt, der pflanzte in der Walpurgisnacht zwei Vergißmeinnicht auf einen Stein mit etwas Erde. Wuchsen die beiden Pflanzen aufeinander zu, so würde der Geliebte treu bleiben und eine Hochzeit bevorstehen.

Ein beliebter Brauch in der Walpurgisnacht war auch das Häckselstreuen. Bei diesem Streich wurden geheime Pfade der Liebe aufgedeckt, indem eine Häckselspur von dem einen Haus zum anderen gelegt wurde.

Nicht nur solche Späße waren in der Walpurgisnacht üblich. Die jungen Burschen nutzten die günstige Situation, dass sich alle hinter dem Ofen verkrochen gerne aus und verübten in dieser Nacht diverse Streiche. Im Hof vergessene Gerätschaften wurden gerne auf den Dachfirst oder einen hohen Baum gebracht. Oder sie fanden sich am nächsten Tag im Dorfbrunnen wieder. Die Bauern sahen also zu, dass sie ihre ganzen Gerätschaften gut verschlossen hielten in dieser Nacht. Oftmals konnten diese dann auch nur gegen Freibier wieder ausgelöst werden.

Auch heute besteht das Fest der Fruchtbarkeit und des Lebens weiter in den Maifeiern mit Tanz in den Mai und Maibäumen, frischen Birkenzweigen und ausgelassenen Feiern. Auch der Maibaum ist ein eindeutiges Fruchtbarkeitssymbol. Üblicherweise wird er in der Walpurgisnacht geschlagen und am 1. Mai aufgestellt.

Bei den Iren und Schotten wird das Fest Beltane gefeiert. Im alten keltischen Kalender ist Beltane der Beginn des Sommers, so wie Samhain (Halloween) der Beginn des Winters ist. Beltane ist nach dem Gott Baal benannt. Auch hier werden Feuer entzündet. Symbolisch wird dort Baal, Bel oder Baldur verbrannt. Die Häuser und Gärten werden üppig mit Blumen geschmückt.

26.1.07 23:11


Rauchnächte / Rauhnächte

Obgleich die Rauch- oder Rauhnächte strenggenommen nur diejenigen Winternächte sind, in denen Räucherungen vorgenommen wurden, gab man oft dem ganzen zweiwöchigen Zeitraum zwischen Heiligabend und Dreikönige, der eigentlich die "Zwölften" hieß, diesen Namen. Diese zwei Wochen sind eine Übergangszeit, eine "Niemandszeit", wie auch unsere heutige Bezeichnung "zwischen den Jahren" deutlich macht. In ihr gehen, wie man glaubte, die Geister um, treiben Seelenscharen ihr Wesen und jagen die wilden Jäger mit ihrem Gefolge umher. In Böhmen warf man der heftig tobenden Windsbraut zur Beruhigung Äpfel und Nüsse in den Ofen oder knallte mit den Peitschen, um sie zu vertreiben. Fremden Tieren soll man, so die verbreitete Ansicht, in den Zwölften besser aus dem Weg gehen und Ratten nicht beim Namen nennen, denn keiner weiß, ob es nicht vielleicht verwandelte übelwollende Geistwesen sind. Da auch die Hausgeister in diesen Tagen besonders aktiv sein sollen, pflegte man am Weihnachtsabend, an Silvester und vor allem an Dreikönige das Haus zu räuchern und besondere Opfer darzubringen, die man beispielsweise in den Garten oder auf das Dach legte.

Von diesen Tätigkeiten abgesehen, sollte man sich während der Rauchnächte still und unauffällig verhalten und keine wesentliche Arbeit verrichten. Wer die "Zwölften" nicht hält, hieß es im allgemein, zieht sich Kröten, Frösche oder Läuse ins Haus und hat das ganze nächste Jahr über Unglück. Auf keinen Fall sollte man während dieser vierzehn Tage Wäsche im Freien oder auf dem Dachboden aufhängen, da sonst Krankheiten in die Kleidungsstücke kommen, die sich dann auf den Menschen übertragen. Weiterhin verboten war: spinnen, nähen, klöppeln, mangeln, dreschen, Stiefel schmieren und Nägel einschlagen, sich die Füße waschen und die Haare schneiden.
Frühmorgens darf man nicht pfeifen, keine Nüsse, Äpfel oder sonst etwas vom Boden aufheben, nichts ausleihen und nicht den Kehricht zur Tür hinauskehren. Erbsen und überhaupt Hülsenfrüchte darf man auf keinen Fall essen, weil man sich sonst, wie es in Westfalen und Franken hieß, Geschwüre zuzieht oder krank wird. Der Verzehr von Grünkohl soll sich dagegen in jeglicher Hinsicht positiv auswirken. Eine der wenigen Tätigkeiten, die für die Rauhnächte ausdrücklich empfohlen werden, ist das Besenbinden, denn mit "Zwölftbesen" kann man, wie es in Anhalt hieß, die Raupen aus dem Kohl treiben. Auch sollen solche Besen gegen Ungeziefer und Hexerei schützen und das Vieh gedeihen lassen.

Speziell geeignet sind die zwei Wochen zum Durchführen aller möglichen Arten von Orakeln, darunter vor allem solche, die Auskünfte über das kommende Jahr vermitteln. Die einfachste Methode besteht darin, das Wetter jedes einzelnen Tages als einem der Monate des nächsten Jahres entsprechend zu betrachten. Ob diese Methode allerdings "rechtskräftig" ist, entscheidet, so dachten die Schwaben, der sechste Januar. Ist das Wetter an diesem Tag trocken, werden diese Beobachtungen eintreffen - schneit oder regnet es dagegen, ist nichts darauf zu geben. Weiterhin glaubte man, daß alles, was man in den Zwölften träumt, in dem Monat des kommenden Jahres, der dem jeweiligen Tag des Jahres entspricht, in Erfüllung geht. Im Erzgebirge präzesierte man diese aussage dahingehend, daß sich Träume vor Mitternacht am Anfang, Träume nach Mitternacht am Ende des betreffenden Monats bewahrheiten würden.

26.1.07 23:10


Pentagramm

Im Gegensatz zum - oberflächlich betrachtet ähnlichen - Hexagramm, einem durch zwei Dreiecke gebildeten Sechsstern, wir das fünfzackige Pentagramm in einer einzigen Linie gezoggen. Es ist seit der Antike ein Heilszeichen und spielt beispielsweise im Islam nach wie vor eine große Rolle. Wie früher auch hierzulande, ist man im Orient der festen Überzeugung, ein Pentagramm auf der Türschwelle halte böse Geister davon ab, in das Haus einzudringen.

In Deutschland war das Pentagramm früher als "Drudenfuß", seltener als "Alfenfuß" bekannt. Diese Bezeichnung spielt auf den Glauben an, daß die Druden (oder auch Truden), die Alpe und Hexen einen Gänse- oder Entenfuß hätten, dessen Abdruck in etwa die Form eines Pentagramms gleiche (Entenfuß.

Gewissermaßen um Gleiches mit Gleichem zu bekämpfen, wurde der fünfzackige Stern auch in unseren Breiten zur Abwehr dieser Wesen aus geweihtem Wachs geformt und am Abend vor Dreikönig an Türen oder anderen wichtigen Stellen des Hauses angebracht oder aber mit Kreide vor allem an die Ställe gezeichnet.

Im Jahre 1699 berichtet ein Chronist aus dem Erzgebirge:
"Drutten Figuren siehet man an Thüren oder in Wiegen der kleinen Kinder aus Aberglauben angeschrieben." Kein böser Geist, nicht Hexe oder Teufel sollten imstande sein, an diesem Zeichen vorbeizuschlüpfen. Auch Johannes Prätorius wußte um diesen Brauch. Bei ihm heißt es: "Daher solcher Aberglauben noch bey etlichen Weibern, daß sie solch Heydnisches Zeichen des Druyden-Fußes oben und unten an die Wiegen mit eingelegtem Holz oder Farben machen, wider der Hexerey."

Wie aus Goethes "Faust" bekannt, ist es wichtig, daß der Drudenfuß "geschlossen" ist; so schafft es Mephisto nur dashalb zu Faust vorzudringen, weil das Pentagramm auf seiner Türschwelle nicht ordentliche gezeichnet ist. Er erklärt:

"Beschauet es recht! es ist nicht gut gezogen:
Der eine Winkel, der nach außen zu,
Ist, wie du siehst, ein wenig offen."


Welch große Macht dem Pentagramm zugeschrieben wurde, zeigt, daß selbst in der Heilig-Geist-Kirche zu Wismar, dierekt vor dem Altar, ein Drudenfuß in den Stein einer Grabplatte geritzt ist, der, wie die nebenstehene Informationstafel erläutert, dazu dienen sollte, den Altar vor allem Übel zu bewahren.

26.1.07 23:04


Hexengedicht

Hexen sind böse, Hexen sind häßlich,
Hexen sind alt, Hexen sind gräßlich.
Hexen sind ja so gemein,
sie können nur deine Feinde sein.

Hexen zaubern die Masern dir,
Hexen verzaubern Mensch und Tier.
Hexen reiten auf dem Besen,
treiben des Nachts ihr Zauberwesen.

Hexen mixen sich giftige Kräuter,
zaubern der Kuh Milch aus dem Euter.
Hexen sind mit dem Teufel im Bund,
Hexen sind für alles Übel der Grund.

Doch das ist ja alles nicht wahr:
Hexen sind keine schlimme Gefahr!
Hexen sind meist nur weise Frauen,
Man sagt, sie können die Zukunft schauen.
Hexen sind freundlich, Hexen sind gut,
Hexen sind keine Teufelsbrut,
Hexen heilen, helfen, lindern,
können Schmerzen rasch vermindern.

Sie nutzen die Kräfte der Natur,
der Kräuter aus Wald und Wiesenflur,
sie wissen die Kraft des Mondes zu schätzen
und sie für ihre Zwecke einzusetzen.
Drum hab vor Hexen keine Angst.
Falls du je zu einer gelangst,
schau ihr bei der Arbeit zu,
dann lernst auch Du noch viel dazu.

26.1.07 23:03


Hexe sein

Auch hier werden es die meisten gar nicht wissen wollen, wie daß mit der Wahrheit nun mal so ist... All diese Dinge sind unabdingbar um eine Hexe zu sein! Alles andere ist "nur" ein nettes Esoterikhobby - hat aber mit dem echten Hexentum nichts zu tun:

Besonders sollten jene Mitmenschen den folgenden Text lesen, die schon irgendelche dubiosen Einweihungen bekommen haben, und sich deshalb Hexe nennen. Wer nicht umfangreiches Wissen über alle Aspekte der Natur hat - ist alles mögliche - jedoch niemals eine Hexe (oder ein Druide)!

Was ist eigentlich eine HEXE bzw. ein HEXER?

Kaum ein anderer Begriff ist mit so vielen verschiedenen und zumeist falschen Assoziationen verbunden wie dieses Wort. Das Wort "Hexe" wird zumeist als Schimpfwort verwendet, was sich beim näheren Hinsehen jedoch als ziemlich falscher Gebrauch erweist.

HEXE stammt vom althochdeutschen Wort "HAGAZUSSA" ab, was soviel bedeutet wie: "HECKENSITZERIN". (Die Silbe "HAG" findet sich auch in der HAGebutte wieder, der Frucht der HECKENrose) Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was macht die Hexe in der Hecke?

Die Hecke war, und ist, eine Abtrennung zwischen zwei Grundstücken. So hatten unsere mittelalterlichen Vorfahren die Vorstellung, daß auch das "Diesseits" vom "Jenseits" durch eine Hecke getrennt ist. Wobei man auch die Begriffe "Diesseits" und "Jenseits" im mittelalterlichen Kontext betrachten muß!

Aus dem Jenseits kommt, so die mittelalterliche Vorstellung, das "höhere" Wissen. Wissen, das nicht jedem zuteil war wie z.B. das Wissen zu Heilen, das Wissen über den Lauf der Gestirne, das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen, das Wissen um das Wetter u.s.w.

Der Begriff "Hexen" oder "Hexer" beschreibt somit Menschen, die über besonderes und dem Menschen nützliches Wissen verfügen. Der Beruf Hexe/Hexer war sehr umfangreich und von der Bevölkerung gefragt und anerkannt.

Hexen waren und sind (!) selbständige Menschen, die ihren eigenen Kopf haben und sich nicht gerne zu sehr "kontrollieren" lassen. Der Ruf der Bevölkerung nach der Hilfe von Hexen und deren Unkontrollierbarkeit, waren den Machthabern des Staates selbstverständlich ein Dorn im Auge, was auch die irrsinnige Hexenverfolgung unserer Vorzeit ausgelöst hat.

Wenn in weiterer Folge in diesem Text das Wort "Hexe" auftaucht, sind selbstverständlich immer beide Geschlechter gemeint, also auch die männlichen Hexen - die Hexer...

Hexen wurden immer gerufen, wenn jemand krank war, wenn ein Kind zur Welt zu bringen war, wenn die Saat nicht aufgehen wollte, wenn die Tiere nicht werfen konnten, und auch dann, wenn es Krisen in menschlichen Beziehungen gab, um nur die bekanntesten Aufgaben der Hexen zu nennen.

Hexen waren (und sind) somit z.B. Heiler und können als die Vorgänger unserer modernen Ärzteschaft betrachtet werden. Doch das ist erst der Beginn. Wenn eine Hexe eine Krankheit diagnostizierte (Anatomie; Pathologie) und eine Heilmethode vorschlug, konnte sie natürlich nicht einfach in eine Apotheke gehen und dort die Medizin kaufen. Sie mußte sich ihre Heilkräuter selbst pflücken und die Medizin auch selbst herstellen. Somit war eine Hexe zugleich Heiler, Biologe und Pharmazeut.

Dies ist jetzt natürlich nur bezogen auf die Tätigkeit der Hexe als "Heilerin"... Auch die Hexen unserer Vorzeit haben sich bei ihrer "Gartenarbeit", wie es auch heute wieder modern ist, nach dem Mond und nach den Planeten orientiert. Eine Hexe hatte jedoch nicht die Möglichkeit eine Buchhandlung aufzusuchen und sich eine Tabelle zu kaufen um zu sehen, in welchem Tierkreiszeichen sich der Mond oder die Planeten gerade befinden.

Auch der Zugang zu einem Computer war unseren Vorfahren verwehrt ;-) Das bedeutet, daß eine Hexe zumindest über die Grundlagen der Astronomie Bescheid wissen mußte, um Ihre Tätigkeit durchzuführen.

Hexen wurden (und werden) natürlich über zukünftige Ereignisse gefragt. Den Menschen in unseren Breiten war es für das Überleben eine unabdingbare Notwendigkeit, über das kommende Wetter Bescheid zu wissen. Hexen konnten diese in die Zukunft gerichteten Fragen über das Wetter sehr gut und treffend beantworten (Stichwort: "Wetterhexe". Um diese Antworten geben zu können, mußte eine Hexe über umfangreiche Kenntnisse der Meteorologie verfügen. Auch als Eheberaterin und bei Lebensproblemen wurden Hexen konsultiert, was natürlich nur dann Sinn macht, wenn sie über die Psyche des Menschen Bescheid wußten...

Weiters seien hier die Aufgabengebiete der Hexen als Priesterinnen bei Geburt, Hochzeit und Tod und bei Anrufungen an die Natur nicht vergessen. Medizin, Anatomie, Pathologie, Biologie (insbesondere Botanik), Astronomie, Meteorologie, Psychologie, "Religion" und vieles mehr sind also die Tätigkeitsbereiche und notwendigen Wissensbereiche der Hexen. All diese Dinge machen die Hexen zu nichts geringerem als den Vorfahren unserer modernen Wissenschaftler.

Nackt in der Gegend rumzulaufen, irgendwelche "Göttinnen" anrufen, sich mit der Natur verbunden zu fühlen und Tee kochen können hat, wie man sieht, absolut nichts damit zu tun was eine echte Hexe ausmacht.

Ein wenig "Feng-Shui" und "Reiki" nebst dem Brauen von "Pu-Erh Tee" ist nicht mehr und nicht weniger als ein ESO-Hobby - hat aber absolut nichts mit dem echten Hexentum gemeinsam!!!

Diese Menschen haben zumeist ein Selbstwertproblem und wollen unbedingt elitär sein und wichtiger als andere Menschen, ganz nach dem Motto: "Ätsch - ich bin Hexe und du niiicht..."

Eine echte Hexe stellt ihr Leben in den Dienst der Menschheit und ist immer da, um Hilfe zu leisten und immer bemüht, die Weiterentwicklung der Gesellschaft im ethischen wie auch im intellektuellen Sinn zu fördern.

Um echte Hexe bzw. echter Hexer zu werden, muß sehr intensiv gearbeitet werden, und zwar nicht hin und wieder, sondern immer. Hexe zu sein, ist eine Lebensart.

Ein Leben als "Wochenendhexe" zu führen, ist neuzeitlicher "esoterischer" Unfug und unbrauchbar ...

26.1.07 23:01


Eliphas Levi

1810 - 1875. Französischer Okkultist, geboren als Alphonse Louis Constant, der für seine Untersuchungen magischer Praktiken berühmt wurde. Levi probierte viele Zauber selbst aus und soll dabei dem Vernehmen nach vor Entsetzen über seine Resultate zusammengebrochen sein. Seine Forschungen zu diesem Thema faszinierten viele berühmte und vornehme Personen, und so zählte Levi auch den bekannten englischen Romancier Edward Bluwer-Lytton zu seinen Freunden und Bewunderern. Er versammelte seíne Gedanken über eine ganze Reihe von okkulten Themen in einer großen History of Magic, die für spätere Generationen von Okkultisten zur Pflichtlektüre wurde.

Seine bildliche Darstellung eines Dämons, den er den Sabbatblock oder Behemot von Mendes nannte, wird häufig reproduziert, da sie den ziegenköpfigen Teufel der Hexensabbate, den Gott der Templer und den Teufel auf den Tarotkarten in einer Gestalt vereint. In Levis Augen verkörperte dieser Dämon die höchste Macht im Universum, der sich in gute und böse Einflüsse einschloß.

26.1.07 23:00


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